Geraer Fußballurgestein Hans Dorsch wird einhundert

Gera.  Hans war Praktiker und Theoretiker und wurde deshalb manchmal „Fußball-Professor genannt.

Der Geraer Hans Dorsch (links) wird am heutigen Freitag 100 Jahre alt. Das Ehrenmitglied des Thüringer Fußball-Verbandes, Manfred Lindenberg, war oft bei runden Geburtstagen des Jubilars selbst vor Ort.    

Der Geraer Hans Dorsch (links) wird am heutigen Freitag 100 Jahre alt. Das Ehrenmitglied des Thüringer Fußball-Verbandes, Manfred Lindenberg, war oft bei runden Geburtstagen des Jubilars selbst vor Ort.    

Foto: Manfred Malinka

Am heutigen Freitag feiert ein Urgestein des Geraer und Ostthüringer Fußballs einen unglaublichen Ehrentag. Hans Dorsch wird 100 Jahre alt.

Viele Generationen Geraer Fußballer werden sich an den gebürtigen Plauener erinnern, der seit Anfang der 60er Jahre in Gera mit dem Fußball zu tun hatte. Hans war Praktiker und Theoretiker und wurde deshalb manchmal „Fußball-Professor genannt.

Die Töppen selbst hat er, als er nach Gera kam, bei den Alten Herren von Dynamo geschnürt. Respektvoll begegneten ihm die jungen Fußballer und seine Übungsleiter wegen der Magnettafel im Stadion „Am Steg“, wo taktische Feinheiten des Fußballspiels erklärt wurden. Auf dem Platz hat er viel vorgemacht. Seine hohe Stirn verhalf ihm zu Kopfballwunder-Qualitäten.

Noch mit 80 Jahren hat er fast zehn Mal den Ball auf dieser tanzen lassen. Es gab nichts, was der Jubilar nicht als Funktionär ausübte. Er war Schiedsrichter und -Beobachter, war Übungsleiter, Turnier-, Jugend- und vor allem Trainingszentrums-Leiter.

In dieser Funktion organisierte der heute unfassbare 100 Jahre alt werdende ehemalige Angestellte Trainingslager mit talentierten Fußballern in Triebes, Schwerin, Klingenthal oder Johanngeorgenstadt. Meisterschaften der Sportvereinigung mit Eisleben, Rudolstadt, Göritz und Camburg trugen seine Handschrift.

Bei den monatlichen Traditionstreffs und dem jährlichen großen Wiedersehen seines Ex-Vereines war er meist vor Ort, ist deshalb heute Ehrenvorsitzender des Traditionskomitees. Beim LSV Oettersdorf unterstützte er viele Jahre das Training der Männer, die damals Landesklasse spielten. In allen Altersklassen kümmerte er sich, fas 80-jährig, meist um die Torleute. Dafür erhielt er im Oberland einige Ehrungen und noch heute ist sein Name mit allerhöchstem Respekt in fast aller Munde.

Vom Jubilar wird heute größtes Stehvermögen vonnöten sein, wenn nacheinander Delegationen der SG Dynamo Gera, des Kreisfußballausschusses, des LSV Oettersdorf, der Stadt Gera und Familienangehörige Hans Dorsch allerhöchsten Respekt zollen werden.