HSG Oppurg/Krölpa lässt großen Worten Taten folgen

Pößneck  Auch Spitzenreiter Suhl/Goldlauter II muss die gewachsene Stärke der Orlataler anerkennen. Die bleiben jedoch trotz der starken Ausbeute von fünf Siegen als den letzten sieben Spiel Schlusslicht der Handball-Landesliga.

Patrick Escher auf dem Weg zur Entscheidung. Suhls Lars Griebel kann ihn nicht mehr aufhalten.

Foto: Alexander Hebenstreit

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Er hat den Mund nicht zu voll genommen. Der Spitzenreiter könne sich warm anziehen, sagte HSG-Trainer Fiete Bauer vor dem vorletzten Saisonspiel der Handballer aus dem Orlatal und seine Mannschaft ließ Taten folgen. Mit einer starken Vorstellung nach dem Seitenwechsel drehte die HSG die Partie und gewann noch mit 30:28 (14:16).

„In der ersten Halbzeit hatten wir unsere Probleme mit der sehr eingespielten Mannschaft aus Suhl, die auf allen Positionen sehr gut besetzt war und ihre Erfahrung ausspielte“, so Fiete Bauer, der von einem „wirklich schönen und spannenden Spiel“ sprach. Und zu seinem Glück dauert ein Spiel auch nicht nur 30 Minuten und so hatte seine Mannschaft noch genügend Zeit für Korrekturen, die sich zu nutzen wusste.

Die Maßgabe lautete einfache Fehler abstellen und aggressiver in der Abwehr zu arbeiten, was die Orlataler blendend umsetzen. Der Spitzenreiter hielt dagegen und verteidigte seinen Vorsprung lange Zeit energisch. Erst durch einen 3:0-Lauf gelang der HSG in der 48. Minute der Ausgleich zum 23:23. Der Knackpunkt – so sah es nicht nur Fiete Bauer – folgte wenig später: Eine Unterzahlphase überstand Oppurg/Krölpa nicht zuletzt dank Uwe Rabolds starker Parade gegen Christian Zienerts Siebenmeter unbeschadet und ging stattdessen durch zwei eigene Treffer zum 25:24 erstmals seit der 22. Minute wieder in Führung. „Das hat uns und die Zuschauer noch einmal richtig gepusht und uns zum Sieg getragen“, so Bauer. Das galt umso mehr, als Patrick Herzog eine Sensationsparade André Prätors wenig später mit dem Tor zum 26:24 vergoldete.

Doch noch waren gut sechs Minuten zu spielen. Die Gäste zeigten, warum sie in der Tabelle oben stehen und kamen ihrerseits beim 27:27 zurück. Darauf fand wiederum die HSG die passende Antwort und als Suhl/Goldlauter II beim Stand von 29:27 und 71 Sekunden verbliebener Spielzeit die letzte Auszeit nahm, war man sich auf den Rängen sicher: Das muss es gewesen sein. So kam es auch und das Schlusslicht durfte den fünften Sieg aus den letzten sieben Spielen feiern – eine Ausbeute, die so gar nicht zur Tabellensituation passen mag.

HSG Oppurg/Krölpa –

SG Suhl/Goldlauter II 30:28 (14:16)

HSG: Uwe Rabold, André Prätor, Frank Weigold – Ronny Luthardt, Patrick Herzog (3 Tore), Peter Jobst, Robert Tietz (7/3), Tim Bergmann (7/2), Waldemar Kohl (2), Riccardo Schuster, Patrick Escher (5), Elias Könitzer (3), Thomas Bergner (3).

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