Serie vom HSV Ronneburg hält weiterhin

Ziegelheim  Handball: Zum achten Mal in Folge landet der HSV einen Derbysieg gegen Ziegelheim. Rico Stein ist am erfolgreichsten.

Ziegelheims Marcel Jahn überwindet von der Siebenmeterlinie den Ronneburger Torwart Kevin Günther.

Ziegelheims Marcel Jahn überwindet von der Siebenmeterlinie den Ronneburger Torwart Kevin Günther.

Foto: Jens Lohse

LSV Ziegelheim – HSV Ronneburg 23:30 (9:12)

Der LSV Ziegelheim bleibt einer der Lieblingsgegner der Ronneburger Handballer. Beim Tabellennachbarn behauptete sich die Hoppe-Sieben in der Wieratalhalle klar mit 30:23. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit drehten die Gäste auf. Eine konzentrierte erste Viertelstunde nach Wiederbeginn ließ den Abstand auf zehn Tore wachsen, so dass frühzeitig eine Entscheidung gefallen war.

„Vor der Pause hatten wir noch einige Mühe. Doch nach dem Seitenwechsel haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind, wenn wir unsere Chancen nutzen. Mit viel Routine haben wir uns durchgesetzt, eine starke Mannschaftsleistung gezeigt. Der trainingsfreie Freitag hat dem Team anscheinend gut getan“, resümierte Ronneburgs Trainer Christian Hoppe nach dem Abpfiff. So blieb die Muskelverletzung am Wurfarm von David Riebold, die zu dessen zeitigem Ausscheiden führte, der einzige Wermutstropfen im Freudenbecher der Gäste, die mit dem Auswärtserfolg ins Tabellenmittelfeld aufschlossen und die Saison erst am 13. Januar mit einem Heimspiel gegen Sonneberg fortsetzen.

Nächster Gegner ist am 13. Januar Sonneberg

Ziegelheim begann hochmotiviert, wollte endlich die Negativserie gegen Ronneburg beenden. Dreimal hatte man in diesem Spieljahr bereits zu Hause gewonnen und wollte nun den vierten Erfolg nachlegen. In Führung konnte man nicht gehen, schaffte aber in der ersten Hälfte viermal den Ausgleich. Eine 7:4-Führung nach einem Hattrick von Christopher Eisenstein (19.) gaben die HSV-Handballer in der torarmen ersten Hälfte wieder preis. Beim 9:9 (26.) waren die Ziegelheimer wieder dran, trafen in den letzten vier Minuten vor der Pause aber nicht mehr ins Schwarze. Stattdessen schlugen die Gäste durch Rico Steins verwandelten Siebenmeter, Daniel Beer und nochmals Rico Stein noch dreimal zu, weshalb die Hoppe-Sieben mit einem 12:9-Vorsprung in die Halbzeit ging.

Nach Wiederbeginn drehten die Ronneburger auf. Vorn leistete man sich kaum noch einen Fehlwurf. Hinten stand man sehr sicher. Torwart Hannes Seidemann zeigte sich fast unüberwindlich, auch weil seine Vorderleute ihm bestens zuarbeiteten. Christopher Stölzner blockte nicht nur die Ziegelheimer Rückraumschützen ein ums andere Mal, sondern ließ auch den vielseitig einsetzbaren Maximilian Amtsberg am Kreis nicht zur Entfaltung kommen. Aus den zahlreichen Ballgewinnen resultierten viele Tempogegenstöße, die man erfolgreich abschließen konnte. Mit sechs Treffern in Folge zog man binnen sechs Minuten vom 17:13 (38.) auf 23:13 (44.) davon. Erst im Gefühl des sicheren Sieges, für den man von den knapp 50 Ronneburger Anhängern frühzeitig gefeiert wurde, ließ man in Sachen Chancenverwertung wieder nach.

Ziegelheims Torwart-Urgestein Torsten Urwank parierte zwei Strafwürfe von Michael Halbauer und Rico Stein. Bis zum 29:19 (55.) verteidigten die Gäste ihren Zehn-Tore-Vorsprung. In den letzten fünf Minuten rappelte sich Ziegelheim noch einmal auf, verkürzte auf 29:23, ehe Michael Halbauer den 30:23-Schlusspunkt setzte. Mit ausgeglichenem Punktekonto gehen die Ronneburger damit in die Pause und wollen nach dem Jahreswechsel an die letzten zwei Siege anknüpfen.

Ziegelheim: Püschel, Urwank – Kühnert (RK), Heinig, Moritz (4), Pfefferkorn (1), Lehmann, Wunderlich (3), Klupsch, Kunz (6), M. Jahn (4/2), Raubold, Amtsberg (5). Ronneburg: Seidemann, Günther – Eisenstein (6), Halbauer (3), Krause (1), M. Beer, Lange, A. Stölzner, S. Stölzner (4), C. Stölzner (3), Vogel (3), Riebold, Stein (8/4), D. Beer (2). SR: Carsten Klich/Lutz Pefferkorn (Eisenberg). Siebenmeter: Ziegelheim 2/2, Ronneburg 6/4. Zeitstrafen: Ziegelheim 4x2 min, Ronneburg 2x2 min.