Handball, Mitteldeutsche Oberliga

HBV Jena mit erneuter Niederlage: Den Ernst der Lage nicht erkannt

Aschersleben.  Mit einer Niederlage im Gepäck mussten die Handballer des HBV Jena 90 am Sonnabend die Heimreise antreten. 25:31 (12:15) unterlag das Team von Trainer Pierre Liebelt-Passarge in Sachsen-Anhalt, wo man auf den HC Aschersleben traf.

Schwere Zeiten für Trainer Pierre Liebelt-Passarge.

Schwere Zeiten für Trainer Pierre Liebelt-Passarge.

Foto: Foto: Peter Poser

Mit einer Niederlage im Gepäck mussten die Handballer des HBV Jena 90 am Sonnabend die Heimreise antreten. 25:31 (12:15) unterlag das Team von Trainer Pierre Liebelt-Passarge in Sachsen-Anhalt, wo man auf den HC Aschersleben traf.

Der HBV-Coach fand nach der Partie deutliche Worte. Es sei, abgesehen von der Partie gegen Bad Blankenburg, die schlechteste Saisonleistung seiner Mannen gewesen. „Alles, was wir im Training einstudiert haben, wurde erst nach 15 Minuten ansatzweise umgesetzt“, führte Liebelt-Passarge weiter aus, der auch darauf verwies, dass sein Team ohne Selbstvertrauen und auch äußerst statisch agiert hätte.

Doch damit nicht genug, bemühte der Trainer doch auch noch die Statistik – und die offenbarte gewaltige Defizite: 21 Wurffehler sowie 15 technische Fehler. Insbesondere die zweite Zahl ließ Liebelt-Passarge am anderen Ende der Leitung ein wenig verzweifeln. „Diese Fehlerquote ist einfach unakzeptabel. Mit der hätten wir wohl nicht einmal in der Thüringenliga bestanden“, monierte der Trainer.

Keiner der HBV-Protagonisten haben seine Normalform abrufen können, lediglich Malte Hansemann und Kevin Elsässer hätten sich couragiert gegen die Niederlage gestemmt, wenn auch letztlich vergebens. „Der Fokus hat schlichtweg gefehlt. Außerdem habe ich die Emotionen vermisst, habe nicht gesehen, dass sich meine Spieler einander anfeuern. Das war alles sehr deprimierend“, resümierte der Trainer, bei dessen Worten die Enttäuschung noch allgegenwärtig war. Er habe den Eindruck, dass ein Teil seiner Spieler nicht um den Ernst der Lage weiß. Zweifelsohne sei Aschersleben eine heimstarke Mannschaft, doch mit besagter Art und Weise, die ein Teil seines Teams derzeit an den Tag legen würde, könne man kaum in der Mitteldeutschen Oberliga bestehen.

Nach nunmehr neun Spieltagen dümpelt die „Gang von der Saale“ weiterhin am Tabellenende herum.

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