Henning Fritz in Kahla: Eine Legende mit immer noch guten Reflexen

Kahla  Handball: Der Kahlaer SV 1999 feierte Geburtstag. Als Stargast kam Weltmeister Henning Fritz.

Das Handballturnier anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Kahla SV 1999“ mit Handball-Gast Hennig Fritz in der Regelschule Kahla war ein großer Erfolg. Die Gastgeber hatten am Ende viele Gründe zu jubeln. Fotos: Jürgen Scheere

Das Handballturnier anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Kahla SV 1999“ mit Handball-Gast Hennig Fritz in der Regelschule Kahla war ein großer Erfolg. Die Gastgeber hatten am Ende viele Gründe zu jubeln. Fotos: Jürgen Scheere

Foto: Jürgen Scheere

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Da ist er eiskalt, der Erhard. Sagt Andre Schmidt und lacht. Wer drei Sekunden vor der Schlusssirene ohne mit der Wimper zu zucken einen Siebenmeter derart souverän versenke, der darf sich auch zu recht feiern lassen. Erhard Fritsch ist der älteste im Team der Handballer des Kahlaer SV 1999. Sein Treffer zum eben jenen 11:10 gegen Stadtroda hat große Bedeutung: „Wir wollten alle Spiele gewinnen, damit hatten wir alle Spiele gewonnen“, sagt Mitspieler Schmidt. Das hauseigene Turnier anlässlich des 20. Vereinsgeburtstags vorige Woche geht so an die Kahlaer.

Der „Chef“, wie Schmidt sagt, hat viel zu tun. Raimond Hein moderiert, organisiert. „Er hat den Verein aufgebaut.“ Und er ist dafür verantwortlich, dass zur großen Geburtstagsfete eine echte Legende die Sporthalle der Kahlaer Regelschule betritt: Henning Fritz. Beruflich habe man sich kennengelernt, auch privaten Kontakt. Und so ist die Bude voll – denn jeder, der will, darf sich auch mal im Siebenmeterwerfen gegen die Handball-Legende versuchen. Schmidts Versuch wird pariert. Freilich. „Er ist eben immer noch gut und hat noch ein paar Reflexe“, sagt der Schütze und lacht. Fritz gibt fleißig Autogramme, steht für Fotos zur Verfügung – und übernimmt kurzerhand die Rolle der Glücksfee bei der Tombola. Signierte Bälle, ein Trikot – und natürlich die Kekse und das Porzellan aus Kahla finden glückliche Gewinner. Der Weltmeister zum Anfassen ist der Höhepunkt der Vereinsfete.

Sportlich setzen vier Damen- und vier Herrenteams die Maßstäbe auf dem Parkett. Der Verein aus Kahla hat auch eine Frauenmannschaft, die gemeinsam mit Schott Jena im Spielbetrieb steht. Und das Herrenteam? Das stieg 2016 in die Verbandsliga auf. „Wir haben bei unserem Turnier gezeigt, dass wir guten Handball spielen können“, sagt er. Allen voran Erhard Fritsch. Eiskalt auch drei Sekunden vor dem Ende.

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