Jenaer Oldies Turniersieger in Gera

Der FC Carl Zeiss Jena hat mit Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund gleichgezogen und zum zweiten Mal in Folge das Geraer Fußball-Oldie-Turnier gewonnen.

Turniersieger FC Carl Zeiss Jena: Henryk Lihsa, Jens-Uwe Penzel, Jürgen Raab, Steffen Zipfel und Uli Göhr (von links).  Bild: Tino Zippel

Turniersieger FC Carl Zeiss Jena: Henryk Lihsa, Jens-Uwe Penzel, Jürgen Raab, Steffen Zipfel und Uli Göhr (von links). Bild: Tino Zippel

Foto: zgt

Beim 13. Fußball-Oldie-Cup sicherte sich die Göhr-Truppe am Freitagabend in der Geraer Panndorfhalle zum zweiten Mal hintereinander den OTZ-Pokal. Im Endspiel hatte sie vor 1075 begeisterten Zuschauern den FC Erzgebirge Aue mit einem 1:0-Sieg vom Feld geschickt. Gera.

Glücklich nahm Mannschaftskapitän Miroslav Jovic den Pokal von OTZ-Chefredakteur Ullrich Erzigkeit entgegen. Das Goldene Tor hatte Heiko Weber erzielt. "Unsere Mannschaft mit Jürgen Raab und Uli Göhr ist ehrgeizig, will am liebsten jedes Spiel gewinnen", sagt Heiko Weber und lacht. Teamchef Göhr wird konkreter: "Wir haben gleich in der Kabine gesagt: Nächstes Jahr wollen wir den Hattrick. Das wäre bei diesem Turnier einmalig."

Kein leichtes Unterfangen. Ein dritter Cup-Sieg in Folge war weder den Niederländern (2000/2001) noch den Borussen (2008/2009) gelungen. Das Kleine Finale entschied diesmal Borussia Dortmund nach einem 4:3-Erfolg über den FC Hansa Rostock zu seinen Gunsten. Im vorigen Jahr war das der Geraer Stadtauswahl gelungen. Diesmal unterlagen die Lokalmatadore im Spiel um Platz fünf den Schalker Knappen nach Neunmeterschießen mit 6:7. Zwar schafften den Mannen von Trainerfuchs Gerd Struppert diesmal keine Sensation wie vor 12 Monaten, als sie Borussia Dortmund den Einzug ins Halbfinale verbauten, dennoch konnten sich die Gerschen unter den namhaften Teams aus Ost und West erneut teuer verkaufen. Nur im ersten Vorrundenvergleich waren sie gegen den FC Hansa Rostock mit einer 1:5-Niederlage regelrecht untergegangen. Mehr als der Ehrentreffer durch Jörg Fleischer war zum Auftakt nicht drin. Die fehlende gemeinsame Spielpraxis der Ostthüringer war unübersehbar. In den nächsten Partien über jeweils zwölf Minuten konnten sie sich jedoch erheblich steigern. Selbst den viermaligen OTZ-Pokalsieger Borussia Dortmund schickte die Geraer Stadtauswahl mit einer 0:2-Niederlage vom Feld.

Ärgerlich war, dass die Rostocker gegen die Dortmunder die Beine hoch genommen haben. So mussten die Struppert-Schützlinge gegen die Dresdener Dynamos mit vier Toren Unterschied gewinnen, um doch noch ins Halbfinale einzuziehen. Ein 4:2-Erfolg gegen die Dörner & Co reichte jedoch nicht. "Ich bin mit dieser neu formierten Mannschaft sehr zufrieden, sagt Gerd Struppert. Obwohl wir zwei Spiele gewonnen haben, sind wir ausgeschieden. Das ist natürlich sehr bitter, wenn man sieht, wie sich die Rostocker, nachdem sie schon sicher im Halbfinale waren, gegen Dortmund so haben abschießen lassen", ärgert sich der 60-jährige Fußball-Lehrer. "Ich gratuliere dem FC Carl Zeiss Jena von ganzem Herzen für die Wiederholung des Pokalsiegs, weil ich ja früher selbst mal dort gespielt habe", verabschiedet sich der Inhaber eines Sportgeschäfts. Dass die Ostseestädter ihrer Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden konnten, dürfte Gerd Struppert weniger geärgert haben. Dabei sah es anfangs so aus, als wenn der Turnierneuling den OTZ-Cup tatsächlich mit nach Hause an die Ostseeküste nehmen könnte. Denn den Beinlich, Hartmann, Weilandt & Co war das regelmäßige Training anzumerken. Doch mit einem Durchmarsch wurde es für die Mecklenburger nichts.

"Es sind halt immer so Kleinigkeiten, da geht man nicht richtig hin, hält sich ein bisschen zurück, lässt den Gegenspieler ein bisschen laufen", sagt Michael Hartmann. Aber wichtiger sei, dass man gesund bleibe und mit der Truppe Spaß habe. Eine Trophäe nahm der FC Hansa Rostock dennoch mit aus Gera mit. Der frühere Nationalspieler Michael Hartmann wurde zum besten Spieler des 13. Fußball-Oldie-Turniers gewählt.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.