Kawasaki Elf Team Pfeil: Kobusch und Woodcock auf dem Podest

Dreitzsch.  Ein Teenager sorgt für das Top-Resultat. Der 18-Jährige US Boy Lance Kobusch klettert beim 17. Chemnitzer Supercross aufs Podest.

Tyler Bowers beim 17. Internationale Supercross in Chemnitz.

Tyler Bowers beim 17. Internationale Supercross in Chemnitz.

Foto: Steve Bauerschmidt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein Teenager sorgt für das Top-Resultat. Der 18-Jährige US Boy Lance Kobusch klettert beim 17. Chemnitzer Supercross aufs Podest und liefert als Gesamtdritter ein Spitzenergebnis für das Thüringer Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil. Bei dem Traditionsevent auf dem Messegelände landen mit Dylan Woodcock und Jimmy Clochet zwei weitere Piloten in den Top sechs der Kategorie SX2.

Kobusch stürzte freitags im Training. Angeschlagen und mit Schmerzen kämpfte sich der Youngster aus Missouri dennoch auf Platz fünf im Finale – unmittelbar hinter seinem britischen Teamkollegen Woodcock. Am Samstagabend setzte der Rookie vor mehr als 5.000 Zuschauern mit Platz zwei ein Ausrufezeichen, diesmal direkt vor Woodcock, der in der ausverkauften Arena ebenfalls auf dem Tagespodest stand. In der SX2-Punktetabelle sind Kobusch (2.), Woodcock (4.) und Clochet (6.) bestens platziert. Vor den letzten zwei in Dortmund ist noch alles möglich.

Weniger gut lief es für die „grünen Pfeile“ in der Klasse SX1. Auch schon am Freitag erwischte es den Tschechen Filip Neugebauer. Der Routinier im Team stürzte schwer und wurde vom eigenen Motorrad am Kopf getroffen. Neugebauer hatte aber Glück im Unglück. Sein Helm wurde bei dem heftigen Einschlag zerstört, seine Zunge ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, und auch Zähne sind ausgeschlagen. Der 32-Jährige musste mit insgesamt 25 Stichen genäht werden. Die Prognose ist erfreulicherweise so, dass der mehrfache Deutsche Meister vollständig und schnell genesen wird.

Tyler Bowers als Titelverteidiger im ADAC SX Cup stand unterdessen neben sich. Der 28-Jährige US-Profi hat Schulterprobleme. Der mehrfache Gesamtwertungsieger in Chemnitz leistete er sich einen ungewohnten Aussetzer. Nachdem er das 20-Runden-Finale zunächst anführte, wurde er wenige Runden vor Schluss von Landsmann Ryan Breece überholt. Es kam zu einer Berührung, Bowers sah die Schuld beim Gegner und reagierte nach dem Zieleinlauf unnötig emotional. Mit etwas Abstand zeigte der Familienvater Einsicht. Das Finale beendete er als Achter. „Ich habe eindeutig überreagiert“, so Bowers. „Ich war frustriert und Ryan hat es abbekommen. Das darf mir als Profi nicht passieren. Mir tut es leid für ihn, für sein und mein Team, und natürlich für die Fans in der Halle. Sorry.“

Am zweiten Abend rehabilitierte sich Bowers mit Finalrang fünf. In der Meisterschaft liegt er ebenfalls auf Platz fünf mit 61 Punkten. Ryan Breece als Leader steht bei 98. Julien Lebeau wurde in Chemnitz Achter. Teamchef Harald Pfeil war vor allem erleichtert: „Das war ein Schock, als ich Filip regungslos liegen sah. Im ersten Moment befürchtest du immer das Schlimmste, aber er hatte Glück. Tyler stand am Freitag neben sich, so ist das nicht okay. Mit den Ergebnissen in der SX2 bin ich sehr einverstanden. Lance hat sich prima verkauft, Dylan und Jimmy sind nach zwei von drei Veranstaltungen absolut im Soll.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren