Luise Herdegen vom LC Jena konzentriert sich auf 400 Meter

Jena.  Die 18-jährige Hürdenspezialistin setzt bei der Deutschen Meisterschaft auf ihre Spurt- statt Sprungstärke. Es gibt auch einen Plan B.

Hürdenspezialistin Luise Herdegen aus Molbitz, hier mit Trainer Rico May, will zur Deutschen Meisterschaft ins Finale über die 400 Meter laufen. Dafür wird sie ihre Jahresbestzeit toppen müssen.

Hürdenspezialistin Luise Herdegen aus Molbitz, hier mit Trainer Rico May, will zur Deutschen Meisterschaft ins Finale über die 400 Meter laufen. Dafür wird sie ihre Jahresbestzeit toppen müssen.

Foto: Jens Henning

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Die Entscheidung ist gefallen. Die Leichtathletin Luise Herdegen (18) aus Molbitz, ein Ortsteil von Neustadt, konzentriert sich am Wochenende in Neubrandenburg bei den Deutschen U 20-Hallenmeisterschaften auf die 400 Meter. „Das Starterfeld ist sehr groß. Vielleicht kann ich mich fürs B-Finale qualifizieren. Dann würde ein kleiner Traum in Erfüllung gehen“, sagte Herdegen.

In der Meldeliste der 26 jungen Frauen steht ihr Name an Position zwölf mit ihrer Zeit von 57,03 Sekunden, die sie bei den Mitteldeutschen Meisterschaften erreichte. In der Deutschen Jahresbestenliste steht Herdegen sogar an Position acht.

Plan B heißt 200-Meter-Lauf

Sollte sie nach den Vorläufen, die am Sonnabend ab 14.15 Uhr beginnen, nicht unter die ersten Acht laufen und damit die zwei Finals am Sonntag ab 13.20 Uhr verpassen, wird sie am zweiten Tag der Meisterschaften über die 200 Meter an den Start gehen. „Die Chancen über 200 Meter, das B-Finale zu erreichen, sind illusorisch. Am Sonntag würde ich gegen Sprint-Spezialisten laufen. Meine Spezialdisziplin sind die 400 Meter Hürden“, sagte die 18-Jährige.

Herdegen ist eine von sechs Athleten des LC Jena, die am Freitagmorgen mit einem Kleinbus von Jena nach Neubrandenburg reisen. Nach der Ankunft ist eine Vorbelastung angesagt. Am Abend geht es traditionell in ein italienisches Restaurant. Heimtrainer Rico May hat vor zwei Wochen sieben Plätze gebucht.

Auf Nummer sicher zum Valentinstag

„2016, bei den letzten Meisterschaften in Neubrandenburg, hatten wir Pech. Da fiel der Tag auch auf den Valentinstag. Da waren alle Gaststätten in Neubrandenburg ausgebucht. Wir mussten 45 Kilometer fahren, um noch Plätze zu finden. Diesen Stress wollten wir uns diesmal ersparen“, sagte May.

Um in den Lauf um die Plätze fünf bis acht zu kommen, muss Luise Herdegen wohl ihre Jahresbestzeit noch einmal verbessern. „Ich muss wohl eine 56,5 laufen, wenn nicht noch schneller. Auf jeden Fall unter 57 Sekunden.“ Am Dienstag absolvierte sie in Erfurt die letzte Vorbelastung mit Läufen über 100, 150 und 200 Meter. „Bis zur Abfahrt heißt es jetzt regenerieren. Ich fahre dazu nach Hause nach Molbitz“, erklärte die 18-Jährige Mitte der Woche.

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