8. Saale-Rennsteig-Marathon in Schmiedefeld: Vierter Streich von Patrick Ratzka

Schmiedefeld  Leichtathletik: Beim 8. Saale-Rennsteig-Marathon purzelten acht Streckenbestmarken. Drei Teilnehmer verfehlten den Rekord nur um Sekunden. Über 42,8 Kilometer gewann ein alter Bekannter.

Beim 8. Saale-Rennsteig-Marathon gehen in Schmiedefeld nicht nur Läufer, sondern auch Walker auf die Neun-Kilometer-Strecke. Foto: Michael Graf

Beim 8. Saale-Rennsteig-Marathon gehen in Schmiedefeld nicht nur Läufer, sondern auch Walker auf die Neun-Kilometer-Strecke. Foto: Michael Graf

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Kein Regen, etwas kühl, ab und zu aber auch wärmende Sonne – das Wetter war ideal für die 209 Teilnehmer aus fast allen Bundesländern, Ungarn, der Schweiz, den Niederlanden und den USA. Der LAV Saale-Rennsteig, der SV Stahl 90 Schmiedefeld, der LAC Rudolstadt, der Saalfelder LV und weitere zwölf helfende Vereine hatten den Wettkampf bestens vorbereitet.

46 Marathonläufer gehen in Uhlstädt an den Start

In Uhlstädt ging es für 46 Marathonläufer sowie 14 Run-und-Bike-Teams los. Vor ihnen lagen eine 42,8 Kilometer lange Strecke und 1300 Höhenmeter bis Schmiedefeld. Dort starteten neun kleine Läufer auf der Zwei-Kilometer-Strecke und 13 zum Vier-Kilometer-Kinderlauf.

In Saalfeld nahmen 69 Teilnehmer den Lauf und das Walking über 23,8 Kilometer in Angriff, wobei sie 1000 Höhenmeter bewältigen mussten. Und zeitgleich fiel in Schmiedefeld der Startschuss für 44 Läufer und Walker, die sich für die Neun-Kilometer-Distanz angemeldet hatten.

Der erste Sieg ging an Clemens Engelmann vom LAC Rudolstadt. Er brauchte für die zwei Kilometer 8:18 Minuten und verpasste den Streckerekord nur um elf Sekunden. Zweiter wurde Emil-Maximilian Rudolf (8:34), Dritter Julian Rosenbusch (9:13), beide vom Saalfelder LV. Bei den Mädchen siegte Lisa Engel vom LAC Rudolstadt (10:32) vor Lucie Goebel aus Saalfeld (10:41) und Pia Stahl vom LAV Saale-Rennsteig (10:49).

Der Vier-Kilometer-Lauf war mit vier kleinen Anstiegen auch nicht gerade leicht. Einen Start-Ziel-Sieg legte Florian Rosenbusch vom Saalfelder LV hin. Er verbesserte seinen Streckenrekord um über eine Minute. Nach nur 15:21 Minuten kam er ins Ziel. Zweiter mit 16:29 Minuten wurde Toni Kolbe vom LAC Rudolstadt (16:29), Dritter Hannes Butters vom MTV 1876 Saalfeld (17:04).

Bei den Mädchen lief Lena Kalinowski vom LAC Rudolstadt neuen Streckenrekord (19:53). Um 1:32 Minuten unterbot sie die alte Bestmarke aus dem vergangenen Jahr. Zweitplatzierte, ebenfalls sehr schnell und mit schönem Laufstil unterwegs, wurde Lea Windorf vom SV Blau-Weiß Lichte (20:49) vor Antonia Laetsch vom SV Stahl 90 Schmiedefeld (21:04).

Beim Start des Neun-Kilometer-Laufes stand Peter Leihbecher vom SV Ichtershausen in vorderster Reihe. An seinem Sieg gab es eigentlich keinen Zweifel. Die Frage war nur, ob es auch einen neuen Streckenrekord gibt, und diese wurde nach 37:48 Minuten mit Ja beantwortet. Über zwei Minuten konnte Leihbecher den Rekord von 2014 verbessern. Zweiter wurde Adrian Fierenz (43:33) vor seinem Bruder und Vorjahressieger Alexander (43:40/beide SV Glückauf Sondershausen).

Bei den Frauen kam nach 43:53 Minuten Laura Stichling aus Tröchtelborn als Siegerin ins Ziel. Um fast zwei Minuten steigerte sie den Rekord, den Ines Hermann vom Saalfelder LV 2013 aufgestellt hatte. Hermann lief diesmal auf den zweiten Platz (49:27). Dritte wurde ihre Vereinskameradin Doris Behning (49:53).

Gewinner beim Nordic Walking über neun Kilometer wurde Dieter Gahut aus Flöha (1:09:17 Stunden). Er verbesserte den Rekord von 2013 um mehr als zwei Minuten. Schnellste Frau in dieser Disziplin war wieder einmal Christine Gohles vom Helios Ironteam Erfurt (1:17:43).

Im 23,8-Kilometer-Lauf purzelte der Rekord ebenfalls. Nach 1:48:10 Stunden passierte Steffen Burkhardt vom Team Skatstadt-Marathon Altenburg das Ziel in Schmiedefeld. Um genau 1:16 Minuten verbesserte er die alte Bestmarke. 2011 hatte Burkhardt den Marathonlauf gewonnen. Zweiter wurde Sören Schulz vom Haglöfs Laufteam Erfurt (1:59:53) vor Volkmar Ernst vom Saalfelder LV (2:05:24).

Der Sieg bei den Frauen ging an Sylvia Renz von der SG Chemie Wolfen. Sie benötigte für die 23,8 Kilometer 2:14:21 Stunden, nur 22 Sekunden über dem Streckenrekord. Als Zweite lief Andrea Matthes vom TSV Zeulenroda über die Ziellinie (2:23:38) und als Dritte Birgitt Scheler vom TSV Sonnefeld (2:37:48).

Streckenrekord auch bei den Nordic Walkern

Auch bei den Nordic Walkern gab es über diese Distanz einen neuen Streckenbestwert. André Rauch von der LG Friedrichroda siegte nach 2:56:34 Stunden und steigerte den Rekord von 2013 um fast zwei Minuten.

Bei den Frauen gewann wieder Sabine Rischow vom Team Erdinger Alkoholfrei (3:16:16) und verfehlte ihre eigene Bestmarke ganz knapp.

Den Marathon gewann ein alter Bekannter: Patrick Ratzka vom SV Turbine Hohenwarte erreichte nach 3:19:42 Stunden das Ziel und sicherte sich souverän den Sieg. Es war bereits sein vierter Erfolg bei diesem anspruchsvollen Marathon. Seine Bestzeit von 3:08:16 Stunden freilich bleibt wohl noch lange unangetastet. Zweiter wurde Markus Jungbauer aus Stegaurach (3:45:05) vor Eckard Orlamünder aus Schleiz (3:46:09).

Den Marathon der Frauen gewann Christine Fischer von der FSU Jena in 3:57:09 Stunden und blieb damit lediglich um 25 Sekunden über dem Streckenrekord. Sie verwies Sandra Warweg vom PFC Ilmenau (4:09:18) und Mandy Du Maire vom Team Lohmühle Aktiv (4:14:57) auf die Plätze.

Noch vor dem ersten Marathonläufer war das schnellste Run-und-Bike-Team in Schmiedefeld eingetroffen. 3:00:26 Stunden benötigten Christian Marquard und David Mendelski vom Team Speedys Sport Schart. Um über neun Minuten unterboten sie ihren persönlichen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Beim Run und Bike fährt einer Rad und der andere läuft. Es kann beliebig oft gewechselt werden. Beide müssen aber zeitgleich ins Ziel kommen.

Ältester Teilnehmer mit 76 Jahren war Siegfried Bendel von der SG Chemie Zeitz, älteste Teilnehmerin mit 71 Jahren Ingrid Püschel aus Potsdam. Beide nahmen beim 23,8-Kilometer-Lauf teil. Sie wurden – wie auch drei Geburtstagskinder – mit einem kleinen Präsent geehrt.

Das Organisationsteam bedankt sich bei den unzähligen Helfern und den Sponsoren für die Unterstützung.