Erfolgreiches Jahr für das Pößnecker Beinlich-Racing-Team

Motorsport: Über Langeweile dürfte sich beim Beinlich Racing Team 2014 keiner beschwert haben. Der Pößnecker Rennstall war in der Motorsportsaison von April bis November in Europa fast jedes Wochenende gefordert.

"Generell bin ich mit der Entwicklung des Racing Teams und unseren Piloten in diesem Jahr zufrieden." Teamchef Knut Beinlich. Foto: Jan Müller

"Generell bin ich mit der Entwicklung des Racing Teams und unseren Piloten in diesem Jahr zufrieden." Teamchef Knut Beinlich. Foto: Jan Müller

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Pößneck. Die Mannschaft um Teamchef und Namensgeber Knut Beinlich hat auch 2014 ihre Philosophie konsequent umgesetzt und ausschließlich mit Nachwuchstalenten zusammengearbeitet. Sieben Piloten starteten unter der Flagge des Teams und waren dabei in drei verschiedenen Meisterschaften aktiv.

Allein fünf von ihnen gingen beim ADAC-Mini-Bike-Cup, der als optimale Plattform für einen Einstieg in den Motorrad-Rennsport angesehen wird, auf Trophäen-Jagd. Gefahren wurde dabei in zwei verschiedenen Klassen, überwiegend auf Kart-Strecken. Mit Troy Bude hatte der Rennstall in der Einsteigerklasse ein richtig heißes Eisen im Köcher. Der Sohn des Teamchefs schaffte bei 18 Rennen neunmal den Sprung auf das Podium. Beim ersten"Rennen in Faßberg durfte der zwölfjährige Pößnecker auf das oberste Treppchen klettern, was ihm den hervorragenden 5. Platz in der Gesamtwertung einbrachte.

Für Justin Hänse lief es in der Einsteigerklasse eher durchwachsen. Der Niederpöllnitzer ließ aber sein Talent mit guten Ergebnissen immer wieder aufblitzen. Sein persönliches Highlight war ein vierter Platz in Oschersleben.

Dritter im Bunde bei den Einsteigern war Nick Filler. Der in Neustadt an der Orla beheimatete Elfährige zeigte eine stetig steigende Entwicklungskurve und schaffte regelmäßig Platzierungen innerhalb der Punkteränge.

In der leistungsstärkeren Nachwuchsklasse des ADAC-Mini-Bike-Cups fand Micky Winkler eine neue Heimat. Nach seinem Titelgewinn mit einem Zweitakt-Motorrad im Vorjahr steigerte sich der Schleizer Rennen für Rennen und landete mit seinem neuen Gefährt konstant unter den ersten Zehn.

Da hatte Lucas Schaba, der ebenfalls seine Zweitakt- gegen eine Viertakt-Maschine eintauschte, schon mit mehr Umstellungsproblemen zu kämpfen. Es lief nicht wirklich rund für den Hessen, so dass er hinter den gesteckten Erwartungen blieb.

Einen kompletten Neuanfang galt es für das Beinlich-Racing-Team im ADAC-Junior-Cup zu meistern. Neben einem neuen Motorrad, einer rennfertigen KTM RC 390, gesellte sich auch Dennis Norick Stelzer als neuer Pilot ins Team. Team-Koordinator Matti Weber bestand die Aufgabe mit Bravour. Die Ergebnisse passten. Beim letzten Rennen der Serie, die für gewöhnlich im Rahmen der Superbike IDM ausgetragen wird, schaffte die Truppe als Dritter den anvisierten Sprung auf das Podest.

Zwar nicht mit Punkten gesegnet, aber dennoch als ein fruchtbares Jahr bezeichnete Teamchef Knut Beinlich die Saison seines älteren Sohnes, Christoph Beinlich, in der spanischen Moto3-Meisterschaft. Eine immense Leistungsdichte und ein absolutes hohes fahrerisches Niveau aller Teilnehmer zeichnen die schwer umkämpfte Serie aus. Nicht umsonst wird sie im kommenden Jahr zur Junioren-Weltmeisterschaft "befördert". Der Lerneffekt in Spanien war für Christoph in jeder Hinsicht enorm wertvoll.

"Generell bin ich mit der Entwicklung des Racing Teams und unseren Piloten in diesem Jahr zufrieden. Wie überall gibt es hier und da ein paar Baustellen. Aber mit unseren Möglichkeiten haben wir viel erreicht", zog der Teamchef ein Resümee.

Nach der Saison ist vor der Saison. Auch 2015 wird das Beinlich-Racing-Team wieder in den Kampf um Meisterschaftspunkte eingreifen. "Selbstverständlich wollen wir unseren Fahrern Perspektiven und Möglichkeiten bieten. Aber im Motorsport hängt nun mal sehr viel von den vorhandenen finanziellen Mitteln ab. Es ist momentan schwer vorauszusagen, wie unsere Team-Struktur im Jahr 2015 aussehen wird. Wir arbeiten aber bereits kräftig daran", gibt Teamchef Knut Beinlich einen kleinen Ausblick in die Zukunft.

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