Verliebt in den Driftsport: Andy Wischnewski

Schleiz  Mit einem weiter modifizierten Wagen startet Andy Wischnewski in seine zweite Saison in Eigenregie. Der Schleizer hat in den vergangenen sieben Jahren eine besondere Beziehung zu seinem Sport aufgebaut.

Fahrer und Auto sind bereit. Die Vorbereitungen für die neue Driftsaison hat Andy Wischnewski schon weitgehend abgeschlossen.

Fahrer und Auto sind bereit. Die Vorbereitungen für die neue Driftsaison hat Andy Wischnewski schon weitgehend abgeschlossen.

Foto: Jan Müller

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Erzählt Andy Wischnewski vom Driften, gerät der Schleizer sofort ins Schwärmen. Nicht nur der spektakulär anzusehende Sport selbst, der mit seiner beeindruckenden Geschwindigkeit, der drangvollen Klangkulisse oder der zentimetergenauen Linienwahl der Fahrzeuglenker zu überzeugen weiß, geniest beim 23-Jährigen ein hohes Ansehen.

„Für mich persönlich hat der Sport noch eine ganz andere Bedeutung gewonnen. Über das Driften habe ich gelernt, die Motivation und den Antrieb für mein tägliches Leben zu beziehen.“ Seit über sieben Jahren ist Andy Wischnewski dem Driftsport verfallen und bereut keine einzige Minute, die er seinem Hobby gewidmet hat.

"„Über das Driften habe ich gelernt, die Motivation und den Antrieb für mein tägliches Leben zu beziehen.“"

Andy Wischnewski

Eine ganz besondere Beziehung geniest der Versuchsmechaniker zu seinem Wettkampffahrzeug – ein Toyota Soarer. „Den habe ich 2011 im Serienzustand aus England importiert. Das Auto habe ich über die Jahre hinweg kontinuierlich nach meinen Vorstellungen umgebaut und weiterentwickelt.“ Nach unzähligen Modifikationen, Anpassungen und Verbesserungen tanzen im Soarer mittlerweile rund 700 Pferdestärken unter der Haube. Eine ganze Reihe von Spezialteilen, und davon gibt es wirklich eine Unmenge, zeugen von einem hochgradigen Sportgerät und haben mit dem ehemaligen Serienzustand herzlich wenig gemeinsam.

„Ich weiß nicht wie viele Stunden ich in den Toyota investiert habe. Das spielt auch keine sonderlich große Rolle für mich. Aber ich blicke mit Stolz auf dieses Auto. Ich habe es selbst finanziert, selbst aufgebaut und warte es selbst“, unterstreicht Andy Wischneswki nochmals seine innige Haltung zu seinem ganz speziellen Fortbewegungsmittel.

Natürlich will so ein Driftcar auch anständig bewegt werden. Die Vorbereitungen für die neue Saison hat der Schleizer weitgehend abgeschlossen. „Neben den üblichen Revisionen wurde der Antriebsstrang nochmals modifiziert. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf die Verbesserung der Standfestigkeit.“ Ähnlich wie im letzten Jahr hat sich Andy Wischnewski auch für die anstehende Motorsportsaison noch auf keine besondere Rennserie festgelegt. „Ein paar ausgewählte Wettkämpfe und Shows sind in meinen Terminkalender angestrichen. Ganz dick natürlich Ende Juni das Event in Schleiz. Alles andere ergibt sich.“

Das vergangene Jahr erforderte von Andy Wischnewski Flexibilität. „Es war für mich ein Neuanfang. Ich bin unter dem Label Andy76 gestartet und habe erstmals alles in Eigenregie organisiert. Das bedurfte einiger Investitionen, wie einem Zugfahrzeug samt eines Anhängers. Aber es hat sich gelohnt. Ich freue mich über eine positive Entwicklung.“ An diese möchte der gelernte Kfz-Mechatroniker natürlich auch 2019 nur zu gern anknüpfen. „Ich habe einen gewissen Anspruch an mich entwickelt. Aber im Vordergrund steht der Spaß am Driften. Und das will einfach genießen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren