Biker-Paradies an den Feengrotten

Saalfeld  Am Sonntag, 6. Mai, startet in Saalfeld der erste Feen-Bike-Marathon. Schon jetzt ist die Waldstrecke stark frequentiert.

Mountainbike-Fahrer Lucas Rham aus Saalfeld testet vorab die Strecke.

Mountainbike-Fahrer Lucas Rham aus Saalfeld testet vorab die Strecke.

Foto: Guido Berg

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Saalfeld steht vor einem Sport- und Freizeitevent der Extraklasse: Am kommenden Sonntag, 6. Mai, starten ab 9.30 Uhr über 200 Fahrer zum ersten Saalfelder Feen-Bike-Marathon. Organisiert wird das Mountainbike-Rennen vom Rotary Club Saalfeld sowie den Sportvereinen 1. SSV Saalfeld 92 und MTV 1876 Saalfeld. Unter den 200 Angemeldeten sind auch 13 weibliche Starter, erklärte Mitorganisator Volker Kögel der OTZ. Mountainbike-Fahren sei noch überwiegend eine Männer-Domäne. Der älteste angemeldete Biker sei 73 Jahre alt, der jüngste 15.

„Da kommen einige sehr schnelle Leute!“

Mit den 200 Startern ist „die selbstgesteckte Grenze“ für Saalfelds ersten Feen-Bike-Marathon erreicht. Mit dieser Resonanz sei er sehr zufrieden, erklärt der Saalfelder Unternehmer, er habe anfangs nur mit 100 Fahrern gerechnet. Aufgrund der unerwarteten hohen Resonanz sind Nachmeldungen nun „nur noch im geringen Maße“ möglich, erklärte Kögel.

Wenige Tage vor dem Start läuft die Organisation auf Hochtouren: Der studierte Mathematiker rechnet vor, dass dieser Radsporthöhepunkt etwa 5000 ehrenamtlicher Vorbereitungsstunden bedarf, die von zahlreichen Sportbegeisterten geleistet werden. Es gelte, die Strecken auszubauen, zu markieren, die Streckenposten einzuweisen und zu versorgen, Toiletten bereitzustellen, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen ... „Wir sind da relativ blauäugig rangegangen“, meint Kögel lachend.

Die Ausgangsidee für den Feen-Bike-Marathon 2018 war diese: „Wir wollten etwas machen und nicht nur kritisieren, dass in Saalfeld nichts los ist.“ Für ihn, Volker Kögel, sei klar, dass man nicht meckern, sondern etwas tun sollte. „Sonst wäre ich nicht Unternehmer geworden“, sagt der Senior einer Saalfelder Elektrotechnikfirma, „Unterlasser gibt es genug.“

30 Prozent der Angemeldeten, so Kögel, kommen von weit her. Es gebe in der Bundesrepublik eine große Biker-Szene, die an den Wochenenden zu Biker-Rennen anreist. Auf diese Weise, meint Kögel, profitiere auch die Saalfelder Tourismus-Wirtschaft von dem Rennen. Schon jetzt könne er sagen, dass der erste Feen-Bike-Marathon nicht der letzte sein wird: „Es soll ein jährliches Rennen geben.“ Auch für Zuschauer sei das Ereignis attraktiv, für Kinder werde es ein Kids-Race, ein Kinder-Rennen, geben.

Start und Ziel des Bike-Marathons durch den Saalfelder Stadtforst ist der Caravan-Campingplatz der Saalfelder Feengrotten. Der Rundkurs ist acht Kilometer lang und wird je nach Leistungsfähigkeit mehrmals absolviert. Die Kurzstrecke beträgt 24, die Mittelstrecke 40 und die Langstrecke 56 Kilometer. Jeder Starter erhält eine Start-Nummer, die über einen Chip verfügt, womit die Zeiten gemessen werden. Die Siegerehrungen in den verschiedenen Altersklassen wird durch den künftigen Saalfelder Bürgermeister Steffen Kania und den Thüringer Bahnradsport-Weltmeister René Enders vorgenommen.

Kögel zufolge wird auf der Strecke „bereits fleißig trainiert“. So traf die OTZ dort den Mountainbike-Fahrer Lucas Rham aus Saalfeld an. Dieser hatte, wie er erzählt, aufgrund seiner großen Downhill-Erfahrungen mitgeholfen, einige Abfahrten des Feen-Bike-Marathons zu präparieren. Auf jeder Runde würden 250 Höhenmeter absolviert. „Das ist anspruchsvoll“, erklärte der 28-Jährige, der schon einen Blick in die Starterliste geworfen hat und daher sagen kann: „Da kommen einige sehr schnelle und erfahrene Leute!“

www.feen-bike-marathon.de

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