Kurze Dürrephase beim 1. VSV 90 Jena

ena.  Volleyball: Die Damen des VSV Jena 90 gewinnen zum Auftakt der Regionalliga in drei Sätzen über die Junior Volleys Thüringen

Susanna Stephan vom 1. VSV 90 Jena versucht den Zweier-Block der Volley Juniors Thüringen zu überwinden.

Susanna Stephan vom 1. VSV 90 Jena versucht den Zweier-Block der Volley Juniors Thüringen zu überwinden.

Foto: Foto: Peter Poser

JDavid Nitschke zuckte nur mit den Schultern. „Ich weiß jetzt gar nicht, was ich euch sagen soll. Macht einfach weiter so“, ließ der Trainer des VSV Jena am Sonnabend beim Saisonauftakt der Regionalliga seine Spielerinnen während einer Auszeit im zweiten Satz wissen. Für die Auszeit wiederum war nicht der VSV-Coach verantwortlich, sondern sein Pendant von den Volley Juniors Erfurt. Und die Gäste aus der Landeshauptstadt benötigten auch dringend eine Unterbrechung, lagen sie doch zu jenem Zeitpunkt 0:6 zurück.

Nein, für David Nitschke gab es in jenem Moment nichts zu beanstanden. Den ersten Satz hatte sein Team dann auch mit 25:13 gewonnen. Auch der zweite Durchgang lief bis zu jener Auszeit schnörkellos. Doch nach dem Wiederanpfiff konnten die jungen Volleyballerinnen aus Erfurt den Rückstand sukzessiv verkürzen. Plötzlich hatten sie sich auf vier Zähler (7:11) herangekämpft, während bei den Jenaerinnen so gar nichts mehr funktionieren wollte.

Ergo: Auszeit VSV Jena – und da hatte der Trainer dann doch das eine oder andere zu beanstanden. Nach Wiederaufnahme der Partie kamen die Gäste sogar auf drei Punkte (8:11) an die Jenaerinnen heran, doch das sollte dann auch das höchste der Gefühle sein – für das gesamte Spiel.

Um es an dieser Stelle kurz zu machen: Die Damen des VSV Jena gewannen auch den zweiten (25:20) und den dritten Satz (25:17). Und wenn man von jener Dürrephase im zweiten Akt und einem kleinen Durchhänger im dritten Satz absah, war es ein recht souveräner Sieg. Es gab kein Drama, keine Hochspannung oder gar einen epischen Ballwechsel, der über Sieg oder Niederlage entschieden hätte. Und damit hatten die VSV-Damen das von David Nitschke vorgegebene Ziel erfüllt. Der Trainer sprach im Vorfeld von einem Pflichtsieg über das Team aus Erfurt, das am Sonnabend als Stützpunktmannschaft in der Regionalliga debütierte.

„Für das erste Spiel der Saison war es okay. In erster Linie haben wir von unseren Angaben profitiert. Aus unseren Angriffen haben wir jedoch viel zu wenig gemacht“, sagte David Nitschke. Er erinnerte noch einmal an jenen zweiten Satz, als sein Team phasenweise recht erfolglos agierte. Am kommenden Spieltag könne man sich dergleichen nicht mehr erlauben. Da gastierte man beim NV Markkleeberg. „Das ist ein anderes Kaliber“, sagte Nitschke.

Fußprobleme bei Svenja Hoffmann

Zugang Svenja Hoffmann, die viele Jahre für den VC Offenburg in der 2. Bundesliga spielte, kam bei ihrer VSV-Premiere nur auf eine sehr kurze Einsatzzeit. Fußprobleme bremsten die 24-jährige Studentin aus, die nun in Jena ihren Master in Geoinformatik machen möchte. Zugang Nele Pilz griff ebenfalls nicht in das Geschehen im Sportkomplex Lobeda-West ein. Und so kam eine Spielerin aus der 2. Mannschaft am Sonnabend zum Zuge: Susanna Stephan.

„Sie hat spontan zugesagt. Außerdem hat sie heute zum ersten Mal in der Regionalliga gespielt, und ich bin der Meinung, dass sie das richtig gutgemacht hat“, lobte Nitschke die Außenangreiferin.

„Es hat einfach nur Spaß gemacht“, resümierte indes Susanna Stephan. Es sei schon etwas Besonderes für sie gewesen, bei der 1. Mannschaft mitzuspielen. Außerdem habe sie gar nicht damit gerechnet, so lange auf dem Feld stehen zu dürfen. „Das Schönste war jedoch, dass ich endlich einmal wieder mit ein paar Spielerinnen auflaufen konnte, mit denen ich früher in der Thüringenliga gespielt habe. So eine Idee von Wiedervereinigung“, resümierte die Debütantin.