Offenes Turnier in Gera: Favoritin setzt sich durch, Lokalmatadorin Dritte

Rhythmische Sportgymnastik: Nürnbergerin Elena Reznykova gewinnt in Gera. Lokalmatadorin Nicole Dube wird Dritte. OTZ-Pokal geht nach Leipzig.

Die Nürnbergerin Elena Reznykova siegt beim 13. Offenen Turnier in der Panndorfhalle. Foto: Jens Lohse

Die Nürnbergerin Elena Reznykova siegt beim 13. Offenen Turnier in der Panndorfhalle. Foto: Jens Lohse

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Gera. Sie strahlte diesmal über Bronze genauso wie über Gold im Vorjahr. Nicole Dube vom gastgebenden TSV 1880 Gera-Zwötzen sicherte sich beim 13. Offenen Geraer Turnier in der Rhythmischen Sportgymnastik den dritten Platz in der Freien Wettkampfklasse.

Dabei stand am Mittwoch letzter Woche der Start der 19-Jährigen noch in Frage, nachdem sie im Training böse umgeknickt war und sich eine Bänderdehnung im Knöchel zugezogen hatte. "Das hat mächtig weh getan. Aber ich habe mich durchgebissen. Ich wollte unbedingt wieder aufs Podest. An Elena Reznykova vorbeizukommen, war unmöglich. Sie war eindeutig die Beste", schätzte die Studentin an der Verwaltungsfachhochschule in Gotha ein, deren Übungen mit den Keulen und dem Seil keine erkennbaren Fehler aufwiesen.

Dass sie mächtig aufgeregt war, sah man ihr weder vor noch während des Wettkampfes an. "Sie hat sich eine gewisse Professionalität zugelegt und ist sehr stabil geworden", meinte Trainerin und Schwester Christiane Dube anschließend.

Bei ihrem dritten Start in Gera holte sich Elena Reznykova vom Post SV Nürnberg zum zweiten Mal nach 2012 den Sieg. Als 14. des diesjährigen Deutschland-Cups von Koblenz war sie als Favoritin in den Wettkampf gegangen. "In Koblenz ist mir nicht viel gelungen. Da hat es heute schon wesentlich besser geklappt", freute sich die Fränkin, die im Frühjahr auch Süddeutsche Meisterin geworden war, in der Panndorfhalle sowohl mit den Keulen (11,100) als auch mit dem Ball (11,800) dominierte und am Ende drei Punkte Vorsprung vor der Zweitplatzierten hatte.

Silber nahm wie schon im Vorjahr in Ronneburg die Schwerinerin Anika Mohrholz mit nach Hause. Nicht am Start waren in Gera die erwachsenen Gymnastinnen des USV Jena. Die Saalestädterinnen hatten sich auf den Deutschland-Cup der Gruppen konzentriert und dort in der Vorwoche in Berlin als Neunte mit den Keulen das Finale der besten Acht nur haarscharf verfehlt.

Insgesamt 92 Gymnastinnen aus 16 Vereinen aus Deutschland und Belgien hatten den Weg nach Ostthüringen gefunden und waren der Einladung des TSV 1880 Gera-Zwötzen gefolgt. Der Mannschaftspokal der OTZ ging diesmal mit großem Vorsprung an die TuG Leipzig, die die Siegerinnen in der Kinder- (Joline Saupe), Schüler- (Melinda Friedrich) und Jugend-Wettkampfklasse (Alina Sojcenko) stellte. Mit 27 Punkten ließ man Vorjahresgewinner TSV Schwerin und den SKC Tabea Halle hinter sich.

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