Personalsorgen im Fußballverband für Mittelthüringen: Änderungen bei F-Junioren

Bad Blankenburg  Spielausschussvorsitzender des KFA fällt längere Zeit aus. Ausschließliche Fair-Play-Liga bei F-Junioren wird abgelehnt

Symbolbild

Symbolbild

Foto: Peter Scholz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kurz vor dem Start in die neue Fußball-Saison plagen dem Kreisfußballausschuss (KFA) Mittelthüringen Personalprobleme. Der Vorsitzende des Spielausschusses, Christian Bothe, musste in der vergangenen Woche die Reißleine ziehen. Er fällt aus gesundheitlichen Gründen für eine längere Zeit aus.

Sein Stellvertreter Sven Wenzel, der das Amt erst mit Beginn der neuen Amtsperiode abgegeben hatte, übernimmt. Da Wenzel auch Spielausschussvorsitzender des Thüringer Fußballverbandes ist, will er einige der Aufgaben an andere Mitglieder des Gremiums übertragen. Wenzel machte für sich persönlich deutlich, dass dies angesichts der vielfältigen Aufgaben nur eine vorübergehende Lösung sein kann.

Zusammen mit dem KFA-Vorsitzenden Ralf Hanemann ist Wenzel derzeit auch für Finanzen des KFA zuständig. Der vor wenigen Wochen unerwartet im Alter von 57 Jahren gestorbene Kassenwart Steffen Seiffert habe eine große Lücke hinterlassen, sagte Hanemann. Nahezu 40 Jahre lang habe Seiffert als Schiedsrichter, Staffelleiter, Schiedsrichter-Obmann und Kassenwart für den Fußball gelebt. Sein Tod habe den KFA überraschend getroffen und betroffen gemacht, so Hanemann.

Noch hat der KFA keinen Nachfolger für das Amt. Auch im Bereich der Staffelleiter ist der KFA auf der Suche. Hanemann forderte die Vereine auf, geeignete Personen für diese Aufgaben vorzuschlagen. Eine Lösung gibt es dagegen für das Amt des Vorsitzenden des Jugendspielausschusses. Dieses Amt, das in der vergangenen Saison noch Christian Bothe mit übernommen hatte, ist von Spieljahresbeginn an mit Thomas Schmidt (Zottelstedt) besetzt worden.

Eine klare Absage erteilten Schmidt und Hanemann den Wünschen des Deutschen Fußballbundes, im F-Junioren-Bereich nur noch im Fair-Play-Liga-Modus zu spielen, bei dem ohne Schiedsrichter gespielt und Tore nicht gezählt werden. „Beim Fußball wird um Ergebnisse gespielt“, sagte Hanemann. Die Vereine hätten sich auch deutlich für den bestehenden Spielbetrieb in der jüngsten Spielklasse ausgesprochen. Dies gelte auch für den Bereich des Thüringer Fußballverbandes insgesamt. „Die flächendeckende Einführung einer Fair-Play-Liga auf Landesebene ist vom Tisch“, berichtete Wenzel.

Gleichwohl seien einige Änderungen für das kommende Spieljahr in der Überlegung, ergänzte Hanemann. Für die lediglich fünf F-Junioren-Mannschaften, die in dieser Saison in Mittelthüringen für die Fair-Play-Liga gemeldet wurden, wird es insgesamt fünf Turniere geben.

Der Spielbetrieb im Bereich des KFA Mittelthüringen wird am Freitag mit der Männer-Kreisoberliga-Begegnung zwischen der SG Wachsenburg Haarhausen und dem Schöndorfer SV eröffnet. In der Halbzeitpause werden die Torschützenkönige und die Fair-Play-Sieger aller Altersklassen der Vorsaison ausgezeichnet. Insgesamt gehen 138 Männerteams und 13 Frauen-Mannschaften an den Start. Einen Punktspielbetrieb bei den Alten Herren gibt es nicht. Im Nachwuchsbereich gibt es 259 Junioren- und 14 Juniorinnen-Teams.

Für Fair Play auf und neben dem Platz wird es zwei Aktionen geben. Im Seniorenbereich wird das Begrüßungsritual, bei dem sich die Mannschaften und Schiedsrichter vor Spielbeginn abklatschen verbindlich eingeführt. An den Wochenenden 8./9. September und 15./16. September gibt es Fair-Play-Tage im Nachwuchsbereich. Die Spieler von F- und E-Junioren-Mannschaften werden dabei ihren Eltern „grüne Karten“ geben, um sie so zu einem fairen Miteinander aufzufordern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.