Pößnecker wird deutscher Meister nach sechs Stunden auf dem Motorrad

Oschersleben.  Der Pößnecker Motorrad-Rennfahrer Christoph Beinlich feiert in Oschersleben den Titel im Langstreckencup.

Verdiente Sektdusche für Christoph Beinlich.

Verdiente Sektdusche für Christoph Beinlich.

Foto: Jan Müller / OTZ

Mit einer Sektdusche wurde Christoph Beinlich nach einem strapaziösen und nervenaufreibenden Sechs-Stunden-Rennen von seiner Mannschaft in der Box empfangen.

Der Pößnecker und sein Ravenol-Endurance-Motorsport-Team durften den deutschen Meistertitel im Langstreckencup in der Klasse Moto 600 ausgiebig feiern. „Coole Sache für mich und das Team“, freute sich ein glücklicher Christoph Beinlich.

„Nachdem ich dieses Jahr aufgrund der ganzen coronabedingten Umstände nur sehr wenig zum Motorradrennfahren gekommen bin, nehme ich diesen Titel gerne mit.“ Allerdings sollte die Meisterfahrt im Motopark Oschersleben kein Spaziergang werden. Zusammen mit den Teamkollegen Ralf Eckert und Marco Conrad musste Christoph Beinlich lange um den Sieg bangen.

Ungeplanter Boxenstopp

Der Pößnecker legte seine Maschine in seinem zweiten von vier Stints unfreiwillig ab. „Das hatte einen ungeplanten Aufenthalt in der Box zur Folge. Die Reparatur konnte zwar in Windeseile gemeistert werden, aber der Ausflug warf uns von Rang eins auf Platz drei zurück“, berichtete der Pilot über sein Missgeschick.

Als wenig motorradfreundlich präsentierten sich die Wetterbedingungen. „Von einem kurzen Zeitfenster abgesehen, war die Strecke ausschließlich mit Regenreifen genießbar. Das gestaltete das ganze Unterfangen richtig kompliziert.“

Zittern bis zur letzten Runde

Aber das Team habe es verstanden, den Rückstand mit großer Risikobereitschaft zu egalisieren und so konnte sich Beinlich wieder an der Spitze des Feldes einordnen. „Wir wussten erst nach dem letzten Boxenstopp, ob es für uns reichen würde. Nachdem ich als Führender auf die Piste zurückkehren konnte, habe ich den Vorsprung bis ins Ziel verwaltet“, schilderte Christoph Beinlich seine letzten Runden.

„Die große Ehre der Zieldurchfahrt war ein echter Genuss.“