FCC-Trainer Schmitt: „Gegentore fallen noch zu einfach“

Antalya.  Rico Schmitt, der Trainer des Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena, zieht nach acht Tagen Trainingslager Bilanz.

Cheftrainer Rico Schmitt gibt die Richtung vor.

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Foto: Peter Hagen

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Acht Tage Trainingslager in der Türkei liegen hinter dem FC Carl Zeiss Jena. Am Dienstagabend landete das Team in Nürnberg, anschließend ging es mit dem Bus zurück nach Jena. Lange Zeit zum Ausruhen bleibt nicht – bereits am Samstag stehen die Mitgliederversammlung (10 Uhr) und das Testspiel gegen den Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig (14 Uhr) auf dem Programm. Zum Abschluss des Trainingslagers zieht Rico Schmitt, Trainer des Fußball-Drittligisten, Bilanz.

2:3 im letzten Testspiel gegen einen Erstligisten aus Kasachstan: Kein schlechtes Ergebnis, oder?

Wir wollten gewinnen und hatten alle Möglichkeiten dazu. Schachtjor Karaganda war ein robuster Gegner. Zum Abschluss des Trainingslagers genau richtig.

Wie zufrieden waren Sie mit dem Spielverlauf?

Meine Mannschaft hat gekämpft und sich gewehrt. Es bleibt aber dabei, dass die Gegentore zu einfach gefallen sind. Die Mannschaft hat viel Aufwand betrieben, viele Läufe und gute Kombinationen gezeigt, aber sich leider nicht belohnt. Aus hundertprozentigen Chancen müssen Tore herausgeholt werden.

Inwiefern spiegelt der letzte Test die vergangene Woche wider?

Mit dem Ergebnis des letzten Spiels lassen wir uns nicht das Trainingslager kaputtmachen. Wir befinden uns in einer Phase der kleinen Schritte. Es gibt positive Veränderungen, die Mannschaft wächst immer mehr zusammen. Es wird füreinander eingestanden, gerade in kniffligen Situationen und bei der Zweikampfführung. Das nehmen wir mit in die nächsten Tage.

Würden Sie einen der Tests besonders hervorheben?

Jedes Spiel hatte seinen eigenen Reiz. Da möchte ich keines herausstellen. Gesehen haben wir, dass immer wieder der Kopf ein großes Thema ist. Aus vollem Training wird eine engagierte und läuferisch hoch anstrengende Partie gespielt. Da wird der Schalter umgelegt und es ist möglich, eine anständige Leistung zu bringen.

Das Trainingslager in der Türkei hat sich aus Ihrer Sicht also gelohnt?

Absolut. Wir hatten als Mannschaft die Chance, über einen längeren Zeitraum noch mehr zusammenzuwachsen. Wir haben intensiv trainiert und viele Dinge erarbeitet, die wir als Trainer in der Umsetzung auf dem Feld sehen konnten. Dass das eine oder andere vielleicht noch nicht so klappt, ist normal.

Es waren einige Spieler mitgereist, die zuletzt verletzt gewesen sind. Wer von ihnen wird für die anstehenden Punktspiele fit sein?

Natürlich brauchen wir jeden einzelnen Spieler, auch die, die jetzt wieder zurückgekommen sind wie Jannis Kübler, Eroll Zejnullahu oder Marian Sarr. Es gehört immer ein Stück Selbsteinschätzung dazu, wie weit ich als Spieler bin. Schlussendlich benötigen wir nicht nur die erste, sondern auch die zweite Reihe, die dann zur Stelle ist, wenn sie gebraucht wird. Eine spannende Aufgabe für die anstehenden Spiele.

Es gab mit Daniel Stanese einen mitgereisten Testspieler. Lässt sich bereits eine Aussage treffen über dessen Verbleib?

Nein, das werden wir noch im Trainerteam und mit Chris Förster besprechen. Fakt ist, dass Daniel Stanese seine Sache richtig gut gemacht hat. Leider konnte er beim letzten Test nicht dabei sein, weil er sich bei einem Pressschlag eine Prellung zugezogen hatte. Aber er hat sich in der Mannschaft sehr gut eingefügt.

Gehen Sie davon aus, dass keine weitere Verstärkung von außen kommen wird?

Warum sollte ich davon ausgehen...

Rechnen Sie noch mit einem Zugang?

Am 31. Januar schließt sich das Transferfenster. Bis dahin sind wir weiter dran. Ich bin täglich mit Chris Förster im Austausch. Es gibt mehrere Prämissen für eine Verpflichtung. Es muss nicht nur sportlich passen. Wir sind auch nicht die Einzigen, die derzeit unterwegs sind. Da heißt es dranzubleiben. Wir brauchen nur Jungs, die mit Herz und Leidenschaft das Thema angehen, diesen Coup des Klassenerhalts zu schaffen.

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