Saalfelds Trainer Stefan Oertel ist vorm Ligastart guter Hoffnung

Arnstadt.  Handball: HSG Saalfeld-Könitz gewinnt Trainingsspiel beim Thüringenligist Arnstadt 30:29

Die beiden Saalfelder Philipp Roth (links) und Leander Richter versuchen den Arnstädter Zugang Arwid Rauch (Mitte) zu bremsen. Der 17-jährige Ilmenauer war der auffälligste Arnstädter.

Die beiden Saalfelder Philipp Roth (links) und Leander Richter versuchen den Arnstädter Zugang Arwid Rauch (Mitte) zu bremsen. Der 17-jährige Ilmenauer war der auffälligste Arnstädter.

Foto: René Röder

Innerhalb eines gemeinsamen Trainings in der Jahnsporthalle testeten die Thüringenliga-Handballer der SG Motor Arnstadt/Plaue gegen Landesligist Saalfeld/Könitz in dreimal 20-Minuten. Beide Teams testeten mehrere Spielformen und sehr viel. Das Ergebnis des lockeren abwechslungsreichen Tests unter Ausschluss der Öffentlichkeit, bei dem nur handschriftlich die Tore auf einer Liste vermerkt wurden, endete knapp 29:30.

Saalfelds neuer Trainer Stefan Oertel, der mit einem enorm großen Kader aufwarten konnte, zeigte sich bedingt zufrieden. „Wir haben in Dritteln gespielt und genauso kann ich sagen mit zwei Drittel der Leistung meiner Mannschaft bin ich durchaus zufrieden.“

Zwei Drittel entschieden

Das erste Drittel gewann Saalfeld mit 12:9, im zweiten Durchgang überzeugten die Arnstädter mit 12:8 auch dank einer offensiven Umstellung des Trainer Michael Hüttner um seine jungen Spieler und das dritte Drittel gewannen die Gäste knapp mit 10:8 und so auch das Spiel.

„Wir haben in diesem zweiten Trainingsspiel viel probiert, sind erst seit Anfang September auch wieder im Hallentraining, das merkt man noch“, so Motor-Trainer Hüttner, der überraschend neben den beiden A-Jugend-Spielern der bisherigen Spielgemeinschaft Ilmenau/Arnstadt, Matteo Schubert (16) und Moritz Strübe (beide 16 Jahre) auch den Ilmenauer Arwid Rauch (17) begrüßte.

Letzterer sagte kurzentschlossen Arnstadt zu, war erstmals überhaupt im Training dabei und dann der auffälligste Akteur auf dem Feld. Rauch möchte Motor als Sprungbrett nutzen, 2012 beim HSV 90 Apolda in der Oberliga spielen. Er hat dort bereits einen Vorvertrag. Er studiert Lehramt Sport in Jena und hat sich auch Schach beim Thüringenligisten Ilmenauer SV schon Sporen als U14-Landesmeister und DM-Teilnehmer verdient.

Saalfeld steckt bereits intensiver in der Vorbereitung. Stefan Oertel. „Wir haben durchweg durchgewechselt, aber sind hier immer mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten. Das sieht schon gut aus, so Oertel, der als einstiger Spieler nun Christina Wolfram beerbte, der wiederum als Sportlicher Leiter die Handball-Abteilung des 1. SSV Saalfeld übernahm.

Die Landesliga-Männer, die in zwei Wochen gegen Gispersleben ins neue Spieljahr starten, haben viel trainiert und einiges umgestellt. Oertel: „Ich habe viele neue Sachen eingebracht, wir haben intensiv trainiert und sind auf einen guten Weg.“
Saalfeld hat bereits sechs Testspiele absolviert, macht große Fortschritte. „Die Männer müssen nun die Vorgaben noch besser umsetzen, so wie ich mir das vorstelle, dann bin ich guter Hoffnung.“

Saisonstart am 26. September

Insgesamt sind die Saalfelder fast unverändert geblieben. Hoffentlich mit Zuschauern starten sie am Sonnabend, 26. September (17 Uhr) gegen den TSV Motor Gispersleben, bevor es am Sonnabend, 3. Oktober zum HSV 1990 Apolda II geht.

Die Landesliga startet mit jeweils acht Mannschaften 2020/21 in zwei Staffeln.