Spielausfall in Zeulenroda sorgt für Unmut bei Greizer Fußballern

Zeulenroda.  Fußball-Landesklasse: Beschuldigungen aus Greiz hinsichtlich der Absage in Zeulenroda.

Laut Begutachtung konnte aufgrund schlechter Platzverhältnisse in Zeulenroda und Triebes nicht gespielt werden. Dies jedoch bezweifeln die Verantwortlichen aus Greiz. (Symbolbild)

Laut Begutachtung konnte aufgrund schlechter Platzverhältnisse in Zeulenroda und Triebes nicht gespielt werden. Dies jedoch bezweifeln die Verantwortlichen aus Greiz. (Symbolbild)

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Am vergangenen Wochenende stand der 6. Spieltag der Fußball-Landesklasse auf dem Programm. Dieser sah das Nachbarschaftsderby SG FC Motor Zeulenroda als Tabellen-Schlusslicht gegen den Elften 1. FC Greiz vor.

Dass es nicht dazu kam, lag offensichtlich an den Dauerregenfällen zwischen Mittwoch und Freitag von immerhin über 50 Litern/qm. Mit einer Spielabsage war folglich in beiden Lagern zu rechnen. Und so kam es dann auch. Der 1. FC Greiz wurde kurz nach Freitagmittag darüber informiert, dass das Spiel in Zeulenroda nicht stattfinden könne.

Die Information ging gleichfalls an das Schiedsrichter-Gespann um Thomas Schlicht aus Rositz. Die Presse wurde 13.45 Uhr informiert.

Am Freitagnachmittag meldete sich der 1. FC Greiz auf seiner Facebook-Seite: „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Die Karpfenpfeifer (Zeulenroda) haben das für morgen angesetzte Spiel – für uns dann doch nicht überraschend – wegen eines angeblich nicht bespielbaren Platzes abgesagt.

Angesichts des aktuellen Spielermangels bei der Spielgemeinschaft Zeulenroda-Triebes scheint der offizielle Absagegrund in den Hintergrund zu treten. Denn auch das Angebot, das Heimspielrecht zu tauschen, so wie es die Spielordnung vorsieht, schlug der Tabellenletzte aus.“

Kein Ausweichplatz in Zeulenroda

Die Spielordnung des TFV, §8, Ziffer 5 (1), sagt unter anderem, dass jeder Verein geeignete Ausweichplätze zu melden hat. In Ziffer 5, Anmerkung 3, heiß es: „Ist der gemeldete Platz nicht bespielbar, sind alle Möglichkeiten, in der Hinrunde auch der Tausch des Heimrechts, zu prüfen und zu nutzen, damit das Spiel auf einem anderen bespielbaren Platz zur Austragung kommen kann. Hier hat offenbar Staffelleiter Gerd Meister aus Zweitschen kläglich versagt.

So sieht es jedenfalls FC-Präsident Frank Brettfeld. „Dazu kommt die Tatsache, dass die Platzbesichtigung am Spieltag erfolgen sollte … ein Wahnsinn, in welcher Gutsherrenart hier entschieden wurde. Ein klarer Verstoß in Sachen Spielordnung, Fairness und Anstand. Ich bin fassungslos.“

Der Vereinschef bezeichnet die Absage als „einzige Frechheit“ und berichtet, am Spieltag am Spielort gewesen zu sein. „Die Plätze in Zeulenroda und Triebes sind einwandfrei bespielbar. Auch der Tausch des Heimspielrechts wurde ignoriert.“ Der einzig wahre Grund des Ausfalls sei der Spielermangel bei Zeulenroda, behauptet Brettfeld. Etwas sehr faden Beigeschmack hat dazu noch die Absage des Spiels der zweiten Mannschaften, das am Sonntag stattfinden sollte.

Stadt habe Spiele untersagt

Spielordnungskonform ist es gleichfalls nicht, zwei Tage vor der Austragung einen Platz für unbespielbar zu erklären: „Der Hit ist, dass der Platz in Triebes auch schon am Freitagmittag für die Partie der zweiten Mannschaften für unbespielbar erklärt wurde“, regt sich der FC-Präsident auf.

Die Rücksprache mit dem Platz-Beauftragten Ostthüringens, Rainer Müller aus Niederpöllnitz, ergab, dass dieser am Freitag vor Ort in Zeulenroda war und erklärte: „Die Plätze sind in keinem Fall bespielbar. Die Begutachtung in Triebes ergab, dass Spielen dort „äußerst grenzwertig“ wäre. Zudem lag dem Platzverantwortlichen die schriftliche Bestätigung der Stadt vor, an diesem Wochenende keine Fußballspiele durchführen zu dürfen.