Spielgemeinschaft SV Hermsdorf und FV Bad Klosterlausnitz?

Die Teams des SV Hermsdorf und FV Bad Klosterlausnitz trainieren zusammen. Zumindest eine Seite könnte sich eine Spielgemeinschaft vorstellen.

Hermsdorfs Trainer Daniel Burkhardt Das letzte Duell zwischen den Fußballern des FV Bad Klosterlausnitz und des SV Hermsdorf gab es im Kreispokal in Bad Klosterlausnitz. Jetzt trainieren die beiden Mannschaften zusammen - jeweils dienstags. Ist das Beginn der schon seit Jahren andiskutierten Spielgemeinschaft

Hermsdorfs Trainer Daniel Burkhardt Das letzte Duell zwischen den Fußballern des FV Bad Klosterlausnitz und des SV Hermsdorf gab es im Kreispokal in Bad Klosterlausnitz. Jetzt trainieren die beiden Mannschaften zusammen - jeweils dienstags. Ist das Beginn der schon seit Jahren andiskutierten Spielgemeinschaft

Foto: Foto: Jens Hennig

Bad Klosterlausnitz. Das Thema einer Spielgemeinschaft, kurz SG, zwischen dem SV Hermsdorf und des FV Bad Klosterlausnitz ist nicht neu. Vor einigen Jahren gab es schon Versuche, die zwei Vereine, die Luftlinie keine drei Kilometer auseinander liegen, auf dem Fußballplatz zusammenzubringen. Jetzt gibt es erneut Anzeichen, die das Thema anheizen.

Die beiden Männermannschaften trainieren jeweils dienstags auf dem Kunstrasenplatz in Bad Klosterlausnitz zur gleichen Zeit - und zusammen. Hauptgrund, so heißt es, ist die Baumaßnahme in Hermsdorf. Da entsteht auf dem ehemaligen Schlacke-Platz ein Kunstrasenplatz. In der dunklen Jahreszeit hätten die Hermsdorfer keine geeignete Trainingsmöglichkeit. Deshalb weichen sie in den Nachbarort aus.

Das Thema der Spielgemeinschaft wird von den Offiziellen im September 2020 unterschiedlich kommentiert. In Bad Klosterlausnitz zuckte man mit den Schultern. „Da ist mir nichts bekannt“, sagte der Vereinsvorsitzende Ralf Kersten. „Ich kann auch nicht erkennen, warum es jetzt eine SG geben soll. Wir haben gerade eine zweite Mannschaft gebildet. Wir haben genügend Spieler.“

Das Statement des Hermsdorfer Trainers Daniel Burkhardt hörte sich da schon anders an. „Ja, es stimmt. Wir trainieren zusammen“, sagte er. Burkhardt ist nicht erst seit gestern ein Befürworter eines Zusammengehens der beiden Mannschaften. „Es wäre wünschenswert, wenn es klappt. Ich bin aber der falsche Ansprechpartner. Ich bin der Trainer und zuständig für den sportlichen Teil.“ Und dann ließ sich Burkhardt doch die Worte entlocken, die bei vielen Fußballfreunden schon längst die Runde machen. „Vielleicht ist das gemeinsame Training ein Anfang?“

Die Hauptakteure, die Spieler, kennen sich. Sie verbringen einen Teil ihrer Freizeit zusammen. Die Personalsituation in Fußball-Hermsdorf, die das Thema SG in den vergangenen Jahren immer wieder aufflammen ließ, hat sich laut Burkhardt entspannt. „Wir haben drei Zugänge, darunter ist ein Spieler von Post Gera. Dann wird im November ein Spieler 17 Jahre alt. Wir hoffen, dass er die Spielberechtigung bekommt.“

Sportlich hat sich indes wenig geändert. Die Saison 2020/21 ist erst zwei Spieltage alt und schon muss man in der Tabelle ganz nach unten schauen, um den Namen SV Hermsdorf zu finden. Sportlich stagniert der Verein seit 2013. Was die Hermsdorfer wie kaum eine andere Mannschaft beherrschen, ist der Abstiegskampf. Sieben Jahre am Stück landete das Team im Tabellenkeller der Kreisoberliga. Bisher blieb ihm Abstieg in die Kreisliga erspart.

In Bad Klosterlausnitz geht der Blick in der Kreisliga-Tabelle nach dem 5:0-Kantersieg gegen St. Gangloff indes wieder nach oben. Es hätte nicht viel gefehlt und beide Vereine, Hermsdorf und Bad Klosterlausnitz, wären sich in der Kreisoberliga begegnet. Doch der FVB erklärte wenige Stunden vor der Entscheidungsfindung, wie die Saison 2019/20 gewertet wird, seinen Aufstiegsverzicht.