Goldbach. Die mit Defensiv-Ausfällen angereisten Ostthüringer unterliegen bei Blau-Weiß Goldbach/Hochheim 20:39 (9:18)

Auch in Goldbach verloren die Thüringenliga-Handballer des LSV Ziegelheim nach einer einseitigen Partie deutlich. Dabei konnte man nur in den ersten Minuten der Partie das Spiel offen gestalten. In der Abwehr fand man erst in der letzten Viertelstunde statt und in der Offensive haderte man zu oft mit dem harzfreien Ball, mit welchem die Jahn-Sieben immer wieder am Torhüter der Hausherren scheiterte. LSV-Trainer Patrick Jahn meinte zum Spiel: „Uns haben heute wichtige Leute in der Defensive gefehlt, was man auch über 60 Minuten gemerkt hat. Durch die wenigen Spieler mussten wir mit den Kräften haushalten und kamen nie zu unserem Tempospiel. Ein Lob geht an Moritz Krause und Norik Thieme, welche ihre Sache für ihr Alter schon recht abgeklärt machen.“

Im Vergleich zur Vorwoche war der Kader, welchen Trainer Patrick Jahn auf den Spielberichtsbogen schreiben konnte, doch arg dezimiert. Lediglich drei Wechselspieler nahmen auf der Bank Platz. Und, um es vorwegzunehmen: Die übrigen Spieler warfen alles in die Waagschale. Nachdem Patrick Jahn in der Kabine einen guten Beginn gefordert hatte, setzen diesen seine Männer auch um und nach Treffer von Collin Köblitz und Moritz Krause führte der LSV mit 2:1. Nun waren allerdings auch die Hausherren in der Partie angekommen und legten bis zur zehnten Spielminute einen Zwischenspurt zum 6:2 hin. Dem LSV fehlte der Zugriff in der neu formierten Defensive und vorn war das vom Harz befreite Spielgerät einfach nicht griffig genug.

Goldbach sucht früh die Entscheidung

Früh sollte die Partie in die erwarteten Bahnen gehen und nach einer Viertelstunde und einem Spielstand von 10:4 konnten die Gastgeber erstmals durchwechseln. Aufgrund der engen Personalsituation konnte sich dies der LSV nicht leisten und die meisten Spieler mussten 60 Minuten durchspielen, was sich gerade im zweiten Durchgang dann doch bemerkbar machen sollte. Weiterhin dominierten die Hausherren das Spiel nach Belieben und fanden größtenteils den erfolgreichen Abschluss. Die Gäste aus dem Wieratal hingegen leisteten sich einfach auch zu viele Fehler und nach dem letzten LSV-Treffer von Moritz Krause ging es mit 9:18 aus Ziegelheimer Sicht in die Halbzeit.

Nach den ersten fünf Minuten im zweiten Durchgang musste man dann allerdings ein richtiges Debakel für die Ziegelheimer befürchten. Denn in dieser Zeit konnten die Goldbacher das Spielgerät bereits sechs Mal im Gehäuse des LSV unterbringen. Dem gegenüber stand nur der Treffer von Moritz Krause und Patrick Jahn beorderte seine Mannschaft zur nächsten Besprechung. Doch auch nach dieser spielten nur die Gastgeber, und beim 11:28 nach 40 Minuten dachte man, der LSV hatte sich seinem Schicksal ergeben.

Ziegelheimer Aufbäumen in der Schlussphase

In den letzten 20 Minuten ging dann allerdings noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Plötzlich stimmte der Zugriff in der Defensive und auch vorn fand man immer häufiger die Lücke im Deckungsverband es Gegners. Dass die Partie angesichts des Spielstandes allerdings längst entschieden war, stand auch fest. So kam aber der 17-jährige Norik Thieme zu seinen nächsten Treffern im Trikot des LSV. Die letzten Minuten der Partie sind dann schnell erzählt. Die Ziegelheimer zollten dem erhöhten Kraftaufwand aufgrund der kurzen Bank Tribut und die Hausherren verwalteten den Vorsprung bis zum Ende souverän. Warum der Goldbacher Trainer neun Sekunden vor dem Ende angesichts des klaren Spielstandes noch einmal eine Auszeit nahm, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Nach der Schlusssirene stand ein 39:20 für die Gastgeber in den Büchern und der LSV musste erneut ohne etwas Zählbares die Heimreise antreten.

Nach einer Spielpause wartet in drei Wochen dann das Auswärtsspiel in Werratal auf den LSV, welches erneut eine schwere Aufgabe werden sollte.

LSV: Bauer, Rink; Harles (1/1), Köblitz (7), Thieme (2), Heinig (1), Winter, Wunderlich (6/3), Pörsel, M.Krause (3)