Jena. Mit zwei gegensätzlichen Heimspieltagen startete das Jenaer Badmintonteam in die Zweitligasaison im Jahr 2024

Am Sonntagnachmittag war die Stimmung bei den Badmintonspielern des SV GutsMuths Jena im Keller. Dass das Team um Kapitän Lennart Notni mit den Verhältnissen haderte, war wiederum dem Ausgang ihres zweiten Heimspieltages geschuldet. Letztlich war er der Gegenentwurf zu ihrem ansehnlichen Auftakt tags zuvor. Doch der Reihe nach...

Am frühen Samstagabend war die die Badminton-Welt der Jenaer noch in Ordnung, schließlich siegten sie über die Gäste der BSV Eggenstein-Leopoldshafen mit 4:3
– ein gelungener Einstand in das Sportjahr 2024, auch wenn sie gegen den Zehnten der Tabelle einen Punkt abtreten mussten.

Für die Siege in den Reihen der Saalestädter während des Heimspielauftakts waren Lennart Notni und Julian Voigt im Herren-Doppel sowie Charlotte Mund und Julian Voigt im gemischten Doppel verantwortlich – beide Konstellationen siegten in drei Sätzen über Andreano Boris und Fabian Schlenga beziehungsweise Jasmin Weber und Mathis Alt. In drei Sätzen triumphierte dann auch der Kapitän über Fabian Schlenga im ersten Einzel der Herren. Florian Otto hingegen benötigte im zweiten Herren-Einzel fünf Sätze, um über Joao Morais Fernandes zu siegen.

Letzter Tabellenplatz sagt nur bedingt etwas über Qualität aus

Am Sonntag, ihrem zweiten Heimspieltag im immer noch jungen Jahr, empfingen die Saalestädter in der Dreifelderhalle des Sportgymnasiums indes den SV Fischbach
und die Rheinland-Pfälzer schlugen als Schlusslicht der 2. Bundesliga in Ostthüringen auf. Dass dergleichen jedoch nichts bedeuten muss, erfuhren auch die GutsMuths-Akteure –
am Ende mussten sie sich mit einem Punkt begnügen, schließlich unterlagen sie den Gästen knapp mit 3:4.

Von einer (vermeintlichen) Rollenverteilung hinsichtlich Favorit und Underdog wollte Lennart Notni jedoch nichts wissen. Stattdessen verwies er auf den Umstand, dass sich der SV Fischbach für die Rückrunde verstärkt hatte. „Sie sind jetzt um einiges besser aufgestellt, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz vermuten lässt“, gab Notni nach dem Spieltag zu bedenken.

Unter anderem gehörte der frisch verpflichtete Franzose Tino Daoudal zum Aufgebot der Rheinland-Pfälzer – und auf ihn traf der GutsMuths-Kapitän im ersten Herren-Einzel. Notni musste sich seinem Gegenüber nach vier Sätzen geschlagen geben. „Das war sehr ärgerlich.“

Fulminanter Start gegen SV Fischbach, aber dann...

Die Einzel-Begegnung des Kapitäns, welche die vierte Ansetzung des Spieltags war, war jedoch die erste Niederlage der Jenaer gegen Fischbach. Die vorangegangenen drei Ansetzungen – allesamt im Doppel – konnten die Gastgeber für sich entscheiden. Notni und Voigt siegten in fünf Sätzen über Finn Busch und eben Tino Daoudal, während sich Marie Lücke und Charlotte Mund in vier Sätzen gegen Lena Germann und Louise Marburger durchsetzen konnten. Des Weiteren waren auch Stefan Wagner und Johann Höflitz erfolgreich, die vier Sätze benötigten, um Simon Schenk und Matti-Lukka Bahro zu besiegen. Ja, es sah wahrlich vielversprechend für den SV GutsMuths aus, doch letztendlich traten die Jenaer die folgenden vier Partien – drei Einzel und das gemischte Doppel – allesamt an das Schlusslicht ab.

Doch nicht allein der Akteur mit den französischen Wurzeln habe eine Aktie an der Renaissance der Gäste gehabt. Laut Notni gehören zum Fischbach-Kader auch noch einige junge Spieler, die am Nachwuchsstützpunkt in Kaiserslautern ausgebildet werden und letztlich über sehr viel Potential verfügen.

„Anfangs der Saison hat ihnen noch die nötige Erfahrung gefehlt, doch nunmehr sind sie in der 2. Bundesliga angekommen. Wir wussten darum, dass es heute kein Selbstläufer wird und der Blick auf die Tabelle eher trügerisch war. Am Ende muss man leider sagen, dass jeder von uns seinen Teil an der heutigen Niederlage beigetragen hat“, sagte der Kapitän.

Nach Auftakt rangieren Jenaer nunmehr auf Tabellenplatz fünf

Nach ihrem ambivalenten Auftakt rangieren die Jenaer auf Platz fünf der Tabelle – und damit sind sie ein wenig vom Kurs abgekommen, schließlich soll es mindestens Platz drei am Ende der Saison für sie werden. „Es ist immer noch alles möglich. Vom dritten Platz trennt uns dieser Tage lediglich ein Punkt, auf Platz eins sind es drei – im Großen und Ganzen ist für uns alles noch in Reichweite; der Kampf um die Spitze ist noch längst nicht beendet“, betonte Lennart Notni. Und dabei klang er wieder etwas zuversichtlicher...