Plauen. Wie der Greizer Trainer Chris Schiller die Testspiele im Rahmen des Trainingslagers gegen Kladno und Concordia Plauen einschätzt

Zum Abschluss ihres viertägigen Trainingslagers im tschechischen Teplice unterzogen sich die Landesklasse-Kicker des 1. FC Greiz einem weiteren Test. Beim Vogtlandliga-Achten SV Concordia Plauen mussten sich die Gäste mit 2:4 geschlagen geben, wobei es zur Pause noch 2:2 hieß.

Greizer Fußballer im Trainingslager in Teplice

„So lange die Kraft gereicht hat, haben wir das Spiel offen gestaltet. Dass angesichts der achten Trainingseinheit binnen vier Tagen irgendwann Kraft und Konzentration nachlassen, hat mich nicht verwundert. Es ging mir nicht in erster Linie ums Ergebnis, sondern darum, die zuletzt verstärkt geübten Elemente wie das Umkehrspiel oder das Anlaufen des Gegners im Wettkampf zu testen“, verriet der Greizer Trainer Chris Schiller.

Greizer Führung durch Lamin Darboe

Die Greizer waren durch Lamin Darboe früh in Führung gegangen (9.), hatten aber auch postwendend den 1:1-Ausgleich durch Adriel Lazare Efome hinnehmen müssen (10.). Concordia legte durch Denny Trost das 2:1 nach (33.), bevor Tom Heinemann seinen Torriecher beim 2:2 unter Beweis stellte (36.). Das Greizer Tor hütete erstmals Nils Ole Petersen. Der A-Junior war in der Winterpause vom VFC Plauen zu den Kreisstädtern gewechselt.

„Unsere beiden etatmäßigen Torleute Niklas Beckert (Bänderriss im Knöchel) und Tim Petzold (Knieverletzung) fallen längerfristig aus, so dass wir uns an den VFC Plauen wandten und um die Freigabe für Nils Ole Petersen baten, der beim 1. FC Greiz mit dem Fußballspielen begonnen hatte und dann erst zum FSV Zwickau und anschließend zum VFC Plauen wechselte“, so Schiller. Der 18-jährige Keeper sammelt nun seine ersten Erfahrungen im Männerbereich. Nach Wiederbeginn ließen bei den Greizern etwas die Kräfte nach, weshalb Concordia Plauen durch Ardit Gjuta (65.) und Leonardo Karliner (70.) noch zu zwei weiteren Treffern kam.

In Teplice hatte der 1. FC Greiz zuvor sein Trainingslager bestritten. Die Bedingungen waren super, auch wenn der Trainingsplatz nicht so gut hergerichtet war wie in den Vorjahren. „Hotel und Verpflegung waren aber bestens“, freute sich Chris Schiller, der mit seinen Kickern auch zahlreiche Einzelgespräche führte. Während am Freitagabend fünf weitere Greizer Fußballer zum Team fanden - einige hatten krankheitsbedingt absagen müssen - war am Sonnabend auch Physiotherapeutin Silke Beckert vor Ort, um die Müdigkeit aus den gestressten Fußballer-Waden zu massieren. Ein weiteres Testspiel gegen den Viertligisten aus Kladno verloren die Greizer mit 2:5.

„Das Trainingslager hat seinen Zweck voll und ganz erfüllt. Was für mich zählt, ist der erste Rückrundenspieltag gegen Pößneck. Da wollen wir fit sein“, blickte Chris Schiller voraus.

Am kommenden Sonntag um 14 Uhr testet der 1. FC Greiz nochmals auf dem Tempelwald-Kunstrasen gegen den Spitzenreiter der Westsachsenliga, Ebersbrunner SV.