Zorbau. Warum man beim Fußball-Oberligisten mit dem ersten Auftritt in diesem Jahr nicht nur wegen dem 3:0-Sieg zufrieden war

Dem FC Einheit Rudolstadt gelang beim einstigen Oberligakonkurrenten, der sich als Tabellenerster der Verbandsliga Sachsen-Anhalt mit deutlichem Vorsprung vor den Verfolgern wieder auf Kurs 5. Liga befindet, ein überraschend klarer Erfolg im ersten Test in der Winterpause. Dabei war sogar noch ein höherer Sieg möglich.

Viele Chancen als gutes Zeichen

Aber die Gäste aus Thüringen ließen nach den Worten ihres Trainers Holger Jähnisch unfassbar viele Chancen liegen. Doch er gewann diesem Umstand auch viel Positives ab. „Das ist immer ein gutes Zeichen, wenn man sich zahlreiche Möglichkeiten herausspielt. Es gab viele gute Flanken und Eingaben und alle haben sowohl nach vorn als auch nach hinten gearbeitet“, befand er.

Der abgezogene Kunstrasen, der eine drei Zentimeter hohe Schneedecke hatte, stellte an alle Aktiven sehr hohe Anforderungen. Besonders die konditionellen und kräftemäßigen Fähigkeiten waren gefragt. Hier, aber auch im spielerischen Bereich, hatte Rudolstadt gegen einen starken Kontrahenten klare Vorteile.

Anreise mit schmalem Kader

„Die Mannschaft, die mit einem sehr schmalen Kader angereist ist, hat die Herausforderungen sehr gut angenommen. Sie war über 90 Minuten entschlossen und dominant. Fast alle konnten sich über die gesamte Spieldauer beweisen“, lobte der FC-Coach seine Schützlinge. Zwar seien die Blau-Weißen im ersten Abschnitt auch zu zwei, drei Situationen gekommen, bei denen sie Treffer hätten erzielen können, aber man habe schon den Klassenunterschied gesehen und auch gemerkt, dass die Einheit in den letzten 14 Tagen, was den Fitnessstand betreffe, ordentlich gearbeitet habe, so Jähnisch. Zufrieden war Holger Jähnisch auch mit den Zugängen Tom Eichberger, der im zweiten Durchgang als Innenverteidiger agierte, und Maurice Geenen.

Zwei Elfmeterpfiffe für Rudolstädter

Erst kurz vor der Pause belohten sich die Schillerstädter mit dem ersten Treffer. Maximilian Schlegel setzte einen an Marco Riemer verwirkten Foulstrafstoß in die Maschen (45.). Nach mehr als einer guten Stunde war der Gefoulte auf Vorlage des ersten Schützen selbst erfolgreich. Und schließlich gab es kurz vor dem Abpfiff noch einen Elfmeterpfiff. Erneut war der Einheit-Kapitän gelegt worden und wiederum trat Schlegel an. Diesmal verwandelte er jedoch erst im Nachschuss (85.).

Der zweite Test steht am Mittwoch auf dem Plan. Dann empfängt der FC Einheit mit der BSG Wismut Gera einen weiteren Spitzenreiter, denn die Mannschaft von Trainer Kevin Brettfeld führt die Thüringenliga an. Anstoß ist auf dem Kunstrasen in Rudolstadt um 18.30 Uhr.