Saalfeld/Mühlhausen. Während sich die Frauen in der Oberliga über einen Sieg freuen konnten, kommen die Männer in der Landesliga nicht über ein Remis hinaus

Am Ende sieht es nach einem sicheren Oberliga-Heimsieg für die Handballerinnen der HSG Saalfeld/Könitz aus. Doch der Weg zum 29:21-Sieg gegen den HSV Weimar war alles andere als leicht. Die Gastgeberinnen mussten verletzungsbedingt auf ihren Coach Christian Szotowski verzichten. Ansonsten standen alle Spielerinnen zur Verfügung. Und obwohl Weimar in der Vorwoche noch um Spielverlegung gebeten hatte, waren auch die Gäste mit voller Kapelle angereist.

Abwehrreihen dominieren in der Anfangsphase

Bereits im Hinspiel taten sich die Saalfelderinnen gegen das spielstarke Team sehr schwer. Und auch dieses Mal kamen die Gastgeberinnen nur schleppend in die Partie. Erst nach über fünf Minuten gelang das erste Tor (1:1). Beide Abwehrreihen arbeiteten sehr gut und ließen wenige Chancen zu. Und so stand es nach über acht Minuten erst 3:3. Nach dem 5:5 (11.) konnten sich Gastgeberinnen erstmals auf 8:5 absetzen. Die Saalestädterinnen waren jetzt im Flow, setzten sich auf fünf Tore (11:6, 12:7, 13:8) ab. In dieser Phase zeigte vor allem Vivien Lutz ein gutes Spiel, die bei Kontern und im Positionsangriff traf. Bis zur Pause hielten die Gastgeberinnen den Vorsprung stabil und beim Stand von 14:9 wurden die Seiten gewechselt.

Positives Fazit in der Halbzeitpause

Das Fazit zur Halbzeit fiel durchaus positiv aus. Immer, wenn man den Ball schnell machte, konnte man sich gute Chancen erarbeiten. Und auch die Abwehrarbeit konnte sich durchaus sehen lassen. Und genau daran wollte man im zweiten Spielabschnitt anknüpfen. Doch das gelang zunächst gar nicht. Zwar konnte man in der Abwehr immer noch einige Ballgewinne erzielen, aber die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

Schlechte Chancenverwertung bringt Weimar zurück

Immer wieder wurden die Bälle zu hektisch und risikobehaftet nach vorn gespielt. Auch im Positionsangriff suchte man zu sehr die Einzelaktionen. Besonders ärgerlich war das Überzahlspiel. Hier verzettelte man sich oft und konnte so kein Kapital aus der Überzahl schlagen. Weimar war spätestens beim 15:17 wieder zurück im Spiel (42.). Die entscheidende Phase war zwischen der 46. und 51. Minute. Innerhalb von diesen fünf Minuten konnten sich die Saalfelderinnen vom 20:17 auf 24:17 absetzen und damit für die Vorentscheidung im Spiel sorgen.

HSG-Männer kommen mit blauem Auge davon

Dank eines großen Kraftaktes in den letzten Minuten des Spieles kamen die personell angeschlagenen HSG-Männer in der Landesliga beim VfB Mühlhausen II noch zu einem Remis und mit einem blauen Auge davon. Denn in der 58. Minute der Begegnungen lagen die Saalfelder und Könitzer mit 25:28 zurück und der Gastgeber sah wie der sichere Sieger aus. Damit drohte den Schützlingen von Stephan Engelhardt die zweite Saisonniederlage.

Spannendes Spitzenspiel in Mühlhausen

Die Gäste wussten bereits vor der Partie, was auf sie zukommen würde. Die Oberliga-Reserve war Tabellenvierter, sodass die Begegnung zum Spitzenspiel dieses Spieltages wurde. Dass man die Hinrunden-Begegnung mit 30:18 gewann, spielte am Samstag keine Rolle mehr. Und so entwickelte sich eine Begegnung, die die Gäste Mitte der ersten Halbzeit in den Griff bekamen und zwischenzeitlich mit drei Toren in Führung gingen. Doch noch vor der Pause hatte sich der VfB zurück gekämpft (16:15).

Drei Treffer in den letzten Minuten für die HSG

In Hälfte zwei konnte sich keiner der Kontrahenten großartig absetzen, das Spielgeschehen wogte hin und her - ehe die Gastgeber in der 57. Minute ihrerseits erstmals mit drei Toren in Führung gingen. Zwei Treffer von Tom Ebert und einer von Florian Schulze, zehn Sekunden vor dem Spielende, retteten dann doch noch einen Punkt.