Rudolstadt. Rudolstädter Oberligist und Kreisoberligist SV 1883 Schwarza vor Punktspielen am Wochenende. FC Saalfeld testet vor Abstiegskracher

Mehr als 5520 Kilometer muss der FC Einheit in seinem zwölften Oberligajahr reisen, um zu allen Auswärtsspielorten zu kommen. War die Fahrt am letzten Samstag nach Ludwigsfelde mit gut 260 Kilometern schon sehr weit, so wird sie am 10. Februar noch um weitere 35 Kilometer getoppt. Denn zum Tabellenfünften VfB 1921 Krieschow sind es knapp 300 Kilometer, für die man mit dem Auto gut drei Stunden braucht. Doch die Busfahrt in die Nähe von Cottbus dauert noch viel länger und es ist zu erwarten, dass der FC Einheit gegen sieben Uhr zu der Gemeinde, die nur 14 Kilometer von Cottbus entfernt liegt, startet.

Tabellenfünfter mit Blick nach oben

Im Sportpark Krieschow erwartet den Gast ein Team, das schon einige Jahre versucht, in die Regionalliga aufzusteigen. Dazu hatte man zuletzt sogar die Bundesligaprofis Rangelov und Fandrich, die beide aber nicht so sehr lange beim VfB blieben, verpflichtet. Aber auch sonst ist der Kader der Hausherren, die neunmal gewannen und einmal remis gespielt haben sowie fünf Vergleiche verloren, ein richtiger guter. Allein 19 Spieler haben die Nachwuchsausbildung beim FC Energie Cottbus durchlaufen. Nicht wenige haben zudem bei einigen höherklassigen Vereinen nicht nur „Staub gewischt“. Derzeit ist Krieschow zwar Fünfter, doch der Rückstand zu Tabellenführer Plauen ist mit sechs Punkten auch nicht so groß, als dass ihn der VfB nicht aufholen könnte.

Als Außenseiter auf lange Fahrt

Seit der Saison 2017/18 spielt der FC gegen Krieschow. Dabei erreichte man zu Beginn zwei Siege und zwei Unentschieden, sechs Partien wurden verloren. Klar, dass die Rudolstädter als Außenseiter auf die lange Auswärtsfahrt gehen. Doch der 2:1-Sieg im Nachholspiel bei Ludwigsfelde, den sich die Mannschaft von Trainer Holger Jähnisch redlich verdient hat, sollte Selbstvertrauen geben.

Dabei reisen die Thüringer nicht ohne personelle Sorgen ins Brandenburgische. Denn Mateusz Szymanski wird weiter fehlen. Hinzu kommt nach seiner sehr unglücklich verhängten Roten Karte Ron Wachs, dessen Sperre noch nicht klar ist. Nun muss das Funktionsteam sehen, was mit Georg Kaiser und Sören Eismann ist. Sollte man mit einem Punkt im Gepäck zurückreisen, dann wäre auch diesmal eine fröhliche Heimfahrt möglich.

SV 1883 Schwarza vor erstem Pflichtspiel

Vor ihrem ersten Pflichtspiel stehen am Samstag die Kreisoberliga-Kicker des SV 1883 Schwarza. Auf dem Kunstrasenplatz in Rudolstadt wird ab 16 Uhr der Tabellenzweite FSV Gräfinau-Angstedt erwartet. Die Akteure aus dem Ilmkreis haben sich bei einem Trainingslager in Italien Schwung für das Vorhaben geholt, am Ende der Saison das Aufstiegsrecht zu haben. Insofern darf man erwarten, dass die Truppe um den ehemaligen Schwarzaer Tom Oschmann hoch motiviert in die Partie geht.

Und Schwarza? Die wollen ihre Ende vergangenen Jahres begonnene Aufholjagd in der Liga fortsetzen. Trotz einiger personeller Veränderungen scheint die Truppe gut in Schuss - zumindest lassen das die Testspielergebnisse vermuten.

FC Saalfeld testet gegen Jena-Zwätzen

Thüringenligist FC Saalfeld testet eine Woche vor dem scharfen Start in die Liga zum letzten Mal. Kontrahent auf dem Kunstrasenplatz im Stadion An den Saalewiesen ist am Samstag, 12 Uhr, der Landesklasse-Vierte, SV Jena-Zwätzen. Am 17. Februar fährt die Truppe von Thomas Giering dann zum Abstiegskracher nach Sondershausen.