Supersportler Chris Beinlich lässt aufhorchen

Klettwitz.  Pößnecker Brüderpaar testet mit Gaststart auf dem Lausitzring. Teamchef der Motorrad-Fahrer sieht noch Verbesserungspotential

Erstmals in dieser Saison waren auch Christoph (l.) und Troy Beinlich mit einem Gaststart unter den Teilnehmern eines IDM-Laufes.

Erstmals in dieser Saison waren auch Christoph (l.) und Troy Beinlich mit einem Gaststart unter den Teilnehmern eines IDM-Laufes.

Foto: Jan Müller

Erstmals in dieser verkürzten Saison waren im Teilnehmerfeld der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auch die Pößnecker Beinlich-Brüder zu finden. „Wir dürfen mit unserem Auftritt zufrieden sein“, stellte Vater und Teamchef Knut Beinlich klar, der den Gaststart auf dem Lausitzring als Vorbereitung für die nächste Saison sah.

„Bei Chris lief es prima und bei Troy haben wir unseren Nachholbedarf erkannt.“ Der ältere Chris Beinlich wusste im großen Supersportfeld zu gefallen. „Die besten Zehn waren das ausgegebene Ziel. Die haben wir fast bei jeder einzelnen Session geschafft“, zeigte sich der 24-Jährige glücklich. „Anfänglich hat sich die lange Rennstreckenabstinenz bemerkbar gemacht, aber mit jeder Runde kam ich besser zurecht.“

Achter Rang als Krönung

Die Rennergebnisse sorgten für ein breites Grinsen bei Chris Beinlich: „Rang neun im ersten Rennen war schon ganz okay. Nach dem Abbruch und Neustart musste ich mich Platz um Platz nach vorn arbeiten. Der achte Rang im zweiten Rennen war die Krönung des Wochenendes. Die Jungs ganz vorn blieben für mich noch unerreichbar. Aber gleich dahinter voll bei der Musik zu sein, war ein sehr feines Erlebnis.“ Bei seinem Bruder Troy taten sich einige Baustellen auf.

Nachholbedarf bei Elektronik

„Die wenige Vorbereitung machte sich bemerkbar“, analysierte Knut Beinlich. „Unser Motorrad war nicht auf dem technischen Level, um in diesem extrem engen Supersport 300-Feld angreifen zu können. Da mangelte es an Vergleichswerten. Besonders bei der Elektronik haben wir Nachholbedarf. Die fehlende Leistung versuchte Troy mit fahrerischem Einsatz zu kompensieren. Aber er stand dabei auf verlorenem Posten. Die Plätze 25 und 20 waren die logische Konsequenz“, sprach Teamchef Knut Beinlich die Defizite an.

„Wir wissen, wo wir Hand anlegen müssen.“