SV Moßbach: „Wir sind angekommen“

Moßbach.  Vor der Saison in der Landesklasse, Staffel 1 hatte wohl fast jeder den SV Moßbach auf der Liste der möglichen Absteiger. Bei Saison-Halbzeit sieht das ganz anders aus.

Florian Aschenbrenner (SV Moßbach) während der Partie gegen Grün-Weiß Stadtroda. Da hätten die Kicker aus dem SOK auch gewinnen können.

Florian Aschenbrenner (SV Moßbach) während der Partie gegen Grün-Weiß Stadtroda. Da hätten die Kicker aus dem SOK auch gewinnen können.

Foto: Jens Henning/OTZ

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Vor der Saison in der Landesklasse, Staffel 1 hatte wohl fast jeder den SV Moßbach auf der Liste der möglichen Absteiger. Bei Saison-Halbzeit sieht das ganz anders aus. Der Dorf-Verein, der umgeben ist von den Ostthüringer Fußball-Hochburgen SV Blau-Weiß Neustadt, FSV Schleiz und SG FC Motor Zeulenroda, hat bisher aufhorchen lassen. Mit 15 Punkten liegt die Mannschaft im Mittelfeld.

Trainer Jens Herzog (44) wirkte trotz der vier Siege und drei Remis nicht ganz zufrieden. „Es hätten aber auch schon einige Punkte mehr sein können“, sagte Herzog. Und die hätten die Moßbacher ausgerechnet bei den Top-Teams FSV Grün-Weiß Stadtroda und BSG Chemie Kahla holen können. In den beiden Auswärtspartien führten die Moßbacher jeweils schon mit 2:0. Sie waren dicht dran an einer kleinen Sensation. Am Ende hieß es jeweils 2:2. Die nötigen Punkte für den Klassenerhalt werden die Moßbacher aber in den Heimspielen holen wollen. Nur zwei Mannschaften konnten bisher auf dem Rasenplatz in Moßbach dreifach punkten. Da waren der SV Schott Jena II (5:1) und die SG VfR Bad Lobenstein zum Abschluss der Hinrunde (3:1). „Wir sind auf einem guten Weg. Bis zum Klassenerhalt ist es aber noch weit. Wir müssen noch fleißig punkten. Die Liga ist so ausgeglichen, da kann wirklich Jeder jeden schlagen. Bei dieser Konstellation müssen wir auch immer wieder mitpunkten, auch gegen die Aufstiegsanwärter“, sagte Herzog.

Dass den Moßbachern in der zweiten Hälfte der Hinrunde etwas die Luft ausging, machte Herzog am kleinen Kader fest und an der zuletzt nicht mehr zufriedenstellenden Trainingsbeteiligung. „In dieser Liga geht es nur übers Training. In der Kreisoberliga konnte man diese Defizite vielleicht noch ausgleichen. In der Landesklasse ist das kaum möglich, da dort sehr viel über die Physis geht“, sagte Herzog. Wie viele Punkte nötig sind, um auch über dem Sommer 2020 hinaus, die Spielklasse zu halten, das kann wohl niemand genau sagen. „Man muss ja auch abwarten, wie die Teams aus Thüringen in der Oberliga und aus unserer Region in der Thüringenliga abschneiden“, sagte Herzog. Das Polster der Moßbacher auf den Tabellenvorletzten und Mitaufsteiger TSG Kaulsdorf beträgt neun Punkte. Das Restprogramm der Herzog-Truppe ist nicht ohne. Die Moßbacher müssen in der Rückrunde noch nach Teichel (18. April), nach Blankenhain (2. Mai), zum SV Schott Jena II (17. Mai) und nach Bad Lobenstein (13. Juni). Von den direkten Tabellennachbarn kommt nur die TSG Kaulsdorf am 24. Mai nach Moßbach.

Nachholbedarf haben die Moßbacher im Torabschluss. 19 erzielte Tore in 13 Partien sind der zweitschwächste Wert der Liga. Peter Pribitny mit sechs Treffern und Stephan Wunderlich mit vier Treffern sind die Torgarantie beim Neuling. „Im Sommer, als klar war, wir steigen auf, hatten wir immer vom Abenteuer Landesklasse gesprochen. Das ist auch eingetreten. Es ist das Abenteuer geworden. Wir sind aber mittlerweile angekommen in dieser neuen Spielklasse“, sagte Herzog.

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