TC Submarin Pößneck lässt im UWR international aufhorchen

Pößneck.  Merlin Trunk ist im Unterwasserrugby auch international am Ball und bildet nur die Speerspitze für eine rosige Zukunft des TC Submarin Pößneck.

Merlin Trunk vom TC Submarin Pößneck mit der Trophäe des Felix-Cups sowie der Badekappe der deutschen Nationalmannschaft.

Merlin Trunk vom TC Submarin Pößneck mit der Trophäe des Felix-Cups sowie der Badekappe der deutschen Nationalmannschaft.

Foto: Alexander Hebenstreit

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Die schönsten Dinge sind doch meist nicht planbar. Und so darf sich der Pößnecker Merlin Trunk dank seiner Reiseutensilien bis auf Weiteres über einen ansehnliches Einrichtungsgegenstand für sein Zimmer freuen: Die Trophäe des Felix-Cups, des inoffiziellen Europapokals im Unterwasserrugby, kurz UWR.

Den gewann der 17-jährige vom TC Submarin Pößneck im Dezember mit der deutschen U 24-Nationalmannschaft in Göteborg und allein aus praktischen Gründen fand der Pokal den Weg ins Hause Trunk. „Das war ein spontanes Ding. Die Trophäe war zu schwer für das Handgepäck und ich war der einzige mit einem Koffer“, klärt Merlin Trunk auf. Und so wanderte der einem UWR-Tor samt Ball nachempfundene Pokal mit ihm nach Pößneck, wo er mutmaßlich bis zur nächsten Auflage des Felix-Cups im Dezember 2020 bleiben wird.

Gute Erinnerungen an Göteborger Turnier

Mit dieser Auskunft jedenfalls überraschte der Stürmer den scheidenden Vereinschef des TC Submarin, Rainer Mohorn, der seinerseits gute Erinnerungen an den Felix-Cup hat. „Den haben wir 1991 schon mit den Damen gewonnen. Es muss den Wettbewerb also schon einige Zeit geben.“

Und geht es nach Mohorn, wird Merlin Trunk auf absehbare Zeit nicht der einzige Pößnecker bleiben, der für die deutschen Farben um jenen Pokal kämpft und ihn idealerweise auch gewinnt. Denn nach einer schwierigen Phase, hat die Jugendarbeit der UWR-Abteilung der Submariner wieder richtig an Fahrt aufgenommen.

Deutschlandweit vorbildhafte Nachwuchsarbeit

„Ich spiele seit fünf Jahren Unterwasserrugby und als ich angefangen habe, waren wir nur zwei junge Leute“, erinnert sich Merlin Trunk. Inzwischen aber gäbe es knapp 20 junge Frauen und Männer im U 20-Alter, die den Exotensport im Pößnecker Stadtbad aktiv betreiben – eine Breite, die deutschlandweit Seltenheitswert genießt. „Darauf sind wir schon stolz“, merkt ein entsprechend zufriedener Merlin Trunk an.

Für ihn selbst war der Sport sogar so wichtig, dass er einer der ausschlaggebenden Gründe war, seine Ausbildung zum Zimmerer in der Region zu beginnen. Ein Punkt, den auch Rainer Mohorn wohlwollend hervorhebt: „Das ist etwas, was die jungen Leute an Pößneck bindet und darauf bin ich sehr stolz“, sagt Vereinsgründer Mohorn, der in den späten 1970-er Jahren das Unterwasserrugby im TC Submarin einführte und im kommenden Monat den Vorsitz abgeben möchte.

Mittelfristig in die 1. Bundesliga

Weiter verfolgen wird er das Treiben der Pößnecker (Unter-)Wassersportler aber gewiss und hier will die UWR-Sparte mittelfristig den Aufstieg in die 1. Bundesliga ins Visier nehmen. Aktuell ist jedoch erst einmal die 2. Bundesliga Süd die sportliche Heimat und in der rangiert der TC Submarin nach verpatztem Saisonauftakt auf Rang drei. „Der erste Spieltag lief nicht so glücklich, aber in der zweiten Runde haben wir unsere Leistung gezeigt und sieben Punkte aus drei Spielen geholt – und zwar gegen gute Mannschaften“, berichtet Merlin Trunk.

Vorrangiges Ziel für diese Saison sei der Klassenerhalt, allerdings wolle man versuchen im oberen Tabellenbereich mitzumischen. „Nächstes oder übernächstes Jahr wollen wir uns an die 1. Bundesliga herantasten“, so Trunk weiter, der sich zudem das persönliche Ziel gesetzt hat, auch in der Herren-Nationalmannschaft Fuß zu fassen.

Vielseitigkeit zwingend erforderlich

Und worauf kommt es dafür besonders an? Kraft? Ausdauer? Technik? „Alles und das ist das schöne an der Sportart. Ohne Kraft verlierst du den Ball, ohne Ausdauer kommst du nicht nach unten und ohne Technik klappt auch nichts“, zählt Merlin Trunk auf. „Die größte Schwierigkeit ist es aber, nach einem Tauchgang von bis zu 40 Sekunden in nur ein, zwei Atemzügen genug Luft zu schnappen, um umgehend wieder abzutauchen.“ Sagt es – und verschwindet zum Training unter der Wasseroberfläche des Pößnecker Stadtbads.

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