Trainersuche beim HBV Jena beendet

Jena.  Ein Litauer soll künftig der neue Coach des Handball-Oberligisten werden. Der 40-Jährige kennt die Spielklasse.

Svajunas Kairis

Svajunas Kairis

Foto: HBV Jena

Die Trainersuche beim HBV Jena 90 hat ein Ende gefunden. „Endlich“, sagt Manager Sergio Casanova, der noch vor ein paar Wochen die Absage von Marius Ion Novanc kommunizieren musste. Ein schwieriges Unterfangen, galt es doch als sicher, dass der Rumäne die Geschicke der „Gang von der Saale“ künftig lenken wird.

Doch das sei laut Casanova nun alles Schnee von gestern. Künftig wird Svajunas Kairis das Kommando bei den Männern des HBV Jena in der Mitteldeutschen Oberliga innehaben. Ein Terrain, das dem 40-jährigen Litauer vertraut sein dürfte, schließlich trainierte er von 2016 bis 2018 die Handballer der HG 85 Köthen, die in der gleichen Liga wie die Jenaer beheimatet sind.

Neuer Trainer pendelt von Köthen

„Wir haben bei unserer Suche auch immer an ihn gedacht“, sagt Casanova. Lediglich die Tatsache, dass Kairis in Köthen lebt und nun dreimal in der Woche von Sachsen-Anhalt gen Ostthüringen fährt, habe einen leicht faden Beigeschmack, führt der HBV-Manager weiter aus. „Es ist nicht gerade ideal, doch wir haben uns einigen können“, so Casanova. Kairis, der als Rückraum-Akteur für Staßfurt, Aschersleben und eben Köthen spielte, arbeitet als Sportpädagoge und war zuletzt vereinslos.

Torhüter mit 47 Jahren

Auch bei der Kaderplanung für die kommende Saison hat der Manager Erfreuliches zu berichten: „Wir brauchen nur noch einen Spieler“, so Casanova, der noch auf der Suche nach einem Protagonisten für den rechten Rückraum ist. Das Problem hat der Manager auf der Torhüterposition indes nicht, denn dort werden Istvan Lengyel (HSG Werratal), Thomas Haugk, der unter Pierre Liebelt noch als Co-Trainer fungierte, und Michael Galia (HC Burgenland) abwechselnd stehen. Galia bringt es auf stolze 47 Jahre, sei laut Casanova aber topfit.

Zu den Schlussmännern gesellen sich noch Vincent Neudeck und Daniel Kyvala. Während Neudeck (22) für die zweite Mannschaft des DHfK Leipzig in der 3. Liga spielte und auf der linken Außenseite beheimatet ist, wird der tschechische Zwei-Meter-Koloss Kyvala auf der linken Rückraumseite spielen. Der 23-Jährige kommt von Dukla Prag.

„Ich bin der Überzeugung, dass wir eine starke Mannschaft haben, mit der wir im oberen Drittel der Liga ein Wörtchen mitreden können“, sagt Casanova. Und ja, er sei froh darüber, dass die Trainer-Frage nun endlich vom Tisch sei. Der Druck sei damit verschwunden. „Die Spieler brauchen einen Trainer. Und keinen Manager, der nebenbei noch den Trainer gibt“, sagt Casanova, der damit auf die Kompromiss-Situation zur Rückrunde 2019/20 anspielt. Da hatte er beide Ämter inne.