Traktor Teichel schießt Sömmerda aus dem Pokal

Teichel.  Aus einem Rückstand wurde ein 7:2-Kantersieg im Duell zweier Landesklasse-Teams

Teichels Kapitän Felix Baumgart (l.) sichert den Ball im Mittelfeld – hier im Spiel gegen den Neustädter Maxim Engler.

Teichels Kapitän Felix Baumgart (l.) sichert den Ball im Mittelfeld – hier im Spiel gegen den Neustädter Maxim Engler.

Foto: Jens Lohse

Mit diesem sensationell anmutenden Ergebnis verschafften die Teicheler ihrem neuen Trainer Thomas Rothe einen tollen Einstand.

Allerdings geriet man zunächst in Rückstand. Nach 13 Minuten war es Sömmerdas schneller Angreifer Barry, der allein Richtung Tor startete und Keeper Heller zum 0:1 überlistete. Ein Bruch im Spiel der Gastgeber war nach dem Treffer unverkennbar. Es dauerte, bis man selbst wieder gefährlicher wurde. FSV-Torwart Böhm kratzte einen Häußer-Kopfball aus dem Winkel. Und schließlich legte Sömmerda nochmals nach. Einen Freistoß vom Sechzehnereck auf der linken Angriffsseite zirkelte Szalkai genau in den Winkel: 0:2 (28.).

Die ersten Unkenrufe vom Pokalaus wollten schon ertönen. Aber diese wurden leiser, als Kaldeborn per Freistoß das 1:2 markierte (33.) und neue Hoffnung verlieh. Vor der Pause erfüllte diese sich nicht mehr. Die zweite Hälfte erhielt dann diesen alten kämpferischen und erfolgreichen Teicheler Anstrich.

In der 53. Minute tankte sich Trinkler rechts sensationell durch und bediente Halbauer, der aus Nahdistanz traf: 2:2. Vier Minuten später flankte Dörfler auf Förster, dessen Kopfball schlug am Innenpfosten zum 3:2 ein. Es vergingen ganze 180 Sekunden, als Förster einen von der Abwehr unterschätzten Ball erlief und allein durchstartend das 4:2 schoss.

Genug? Diesmal nicht. Der Takt wurde beibehalten. Halbauer schlenzte die Kugel gekonnt über die Spieleransammlung im Strafraum. Von der Lattenunterkante sprang das Runde ins Viereckige (5:2, 64.). Vier Torerfolge in elf Minuten!

Die Teicheler Fans unter den 150 Zuschauern hatten ihre Freude. Diese sollte vollends gesättigt werden, als man in der 81. und 82. Minute gegen mittlerweile wohl demoralisierte Gäste weitere Tore bejubeln konnte. Da ballerte Dörfler den abgewehrten Ball mit Links volley zum 6:2 ein und der junge Häußer umspielte den Schlussmann, um aus spitzem Winkel noch das Endresultat von 7:2 zu erzielen. Die Hürde war gemeistert.