Rot-Weiß Knau und 1. SV Pößneck bleiben unbesiegt

Pößneck  Rot-Weiß entscheidet das erste Gipfeltreffen der Bezirksliga Ost für sich und gibt Tröbnitz II und Weimar II das Nachsehen. Auch Pößneck siegt doppelt, allerdings ohne sich mit Ruhm zu bekleckern.

Den Angriff von Knaus Andre Weise (rot) versuchen die Tröbnitzer Chris Trillhose und Tonio Michallek zu blocken. Knau konnte sein Auswärtsspiel in Tröbnitz mit 3:1-Sätzen gewinnen. Es folgte ein 3:2-Erfolg über die Zweite des SVV Weimar.

Foto: Veit Höntsch

Zum Heimdebüt der Pößnecker Volleyballherren waren die bisherigen Schlusslichter SVV Weimar III und Volley Juniors Thüringen zu Gast, womit zwei Siege das anvisierte Ziel waren. Im ersten Spiel des Tages gegen Weimar fehlten die Konstanz und die notwendige Konzentration in allen Spielaktionen. Die beiden ersten Sätze gingen somit völlig unnötig mit 24:26 und 20:25 an Weimar. Durch schlechte Annahme und eigene Fehlaufschläge wurde der vermeintlich schwächere Gegner aufgebaut.

Ab dem dritten Satz wurden die physischen Stärken der Pößnecker ersichtlich. Weimars Aktionen wurden langsamer und die starken Aufschlagsspieler konnten sich nicht mehr durchsetzen. Die Sicherheit kehrte in das Pößnecker Spiel zurück, das mit 25:21, 25:20 und 15:11 noch erfolgreich gedreht wurde.

Der zweite Gegner des Tages aus Erfurt präsentierte den Volleyballnachwuchs aus Thüringen, der am Sportgymnasium für den Profisport herangezogen wird. Die Pößnecker agierten in anderer Besetzung, um allen Akteuren Spielpraxis zu bieten. Besonders Dennis Ritzmann zeigte eine gute Beweglichkeit auf dem Spielfeld. Doch auch hier zeigte sich, wie anspruchsvoll Volleyballsport sein kann. Denn psychisch war man nicht auf klare Spielaktionen fokussiert, da der Gegner eben klar schwächer war und man sich an dessen Niveau anpasste. Das Spiel wurde zwar sicher mit 3:0 gewonnen, doch konsequenteres Handeln und der Fokus auf das eigene Spiel sind die Lehren aus diesem Match.

1. SV Pößneck – SVV Weimar III 3:2(24:26, 20:25, 25:21, 25:20, 15:11)Pößneck – Volley Juniors Thüringen 3:0(25:19, 25:22, 25:15)Pößneck: Tony Neumeister, Christian Büttner, Nik Bredschneider, Martin Rech, Steffen Wegwerth, Christopher Krieck, Hendrik Querengässer, Bryan Metze, Leon Riedel, Dennis Ritzmann, Christopher Krauße, Vincent Fuhrmann, Niels Radig.

Das erste große Kräftemessen der noch jungen Bezirksliga-Saison sah die Schmetterriege des SV Rot-Weiß Knau als zweifachen Gewinner das Feld des gastgebenden Spitzenreiters SV Tröbnitz II verlassen. Mit den Hausherren, Knau und dem SVV Weimar II trafen der Dritte, der Zweite sowie der Fünfte der letzten Saison aufeinander– zudem waren alle drei Mannschaften vor diesem Spieltag noch ungeschlagen.

Im ersten Spiel des Tages zwischen Tröbnitz und Weimar untermauerte der SV seine Ambitionen und blieb auch im fünften Spiel des Jahres ohne Satzverlust. Eine harte Nuss also für die Knauer, die in ihrem Duell mit dem SVT ein paar Ballwechsel brauchten, um im Spiel anzukommen (3:6). Allerdings stabilisierte sich das Knauer Spielgerüst zunehmend und konnte nun mit aufmerksamer Blockarbeit die Kreise der angriffsstarken Tröbnitzer entscheidend einengen. Die erfolgsverwöhnten Hausherren mussten somit zwei Satzverluste (17:25, 21:25) hinnehmen, ehe sie die Spielkontrolle der Rot-Weißen zum Satzanschluss durchbrachen. Das kurze Durchatmen des SVT zu Beginn des vierten Durchgangs nutzten die Knauer allerdings gnadenlos aus (von 3:3 auf 3:10) und verwalteten diesen Vorsprung schließlich zum finalen 3:1-Erfolg.

Sehr überzeugend nahmen die Rot-Weißen gleich zu Beginn des Spiels gegen Weimar das Zepter in die Hand und sicherten unkompliziert mit 25:17 den ersten Satz. Die etwas zu lockere Gangart und zu viele einfache Fehler der Oberländer ermöglichten dem SVV danach allerdings eine Fünf-Punkte-Führung (4:9), für deren Abbau die Knauer bis zum 23:23 benötigten. Gerade noch rechtzeitig eigentlich, hätten ihnen nicht zwei Annahmefehler einen Strich durch die Rechnung gemacht – 1:1. Und dieses Spielchen wiederholte sich, denn dem sehr überzeugenden Satz der Rot-Weißen (25:15) folgte ein hart umkämpfter Durchgang, in dem sie erneut Probleme mit der mitunter sehr unorthodoxen Spielweise des SVV hatten (23:25). Wie schon in der Rückrunde musste also der Tie-Break für eine Entscheidung herhalten und hier ließ sich Knau die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

SV Tröbnitz II – SV Rot-Weiß Knau 1:3(17:25, 21:25, 25:18, 22:25)SVV Weimar II – SV Rot-Weiß Knau 2:3(17:25, 25:23, 15:25, 25:23, 9:15)Knau: Michael Ruhkieck, Andreas Fest, Marco Weise, Maik Lückemann, Vincent Weise, Nick Naundorf, Phillip Meier, Thomas Wunsch, Tino Schöler, Andre Weise, Olaf Pätz, Maik Daniel Riedl, Kay Weise.

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