Thimmendorfer Volleytiere holen die Mädels an Netz

Wurzbach  In Thimmendorf ist das Volleyballspielen längst keine Männerdomäne mehr. Die Zukunft gehört den Mädchen.

Seit drei Jahren spielen Mädchen verschiedener Jahrgänge bei den Thimmendorfer Volleytieren. Für die Jüngsten wurde es nun erstmals ernst.

Seit drei Jahren spielen Mädchen verschiedener Jahrgänge bei den Thimmendorfer Volleytieren. Für die Jüngsten wurde es nun erstmals ernst.

Foto: Alexander Hebenstreit

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„Feuer! Kommt! Zack, zack zack! Die Arme bleiben oben! Versucht zu springen, nicht nur zu hüpfen!“ So oder so ähnlich schallt es derzeit regelmäßig durch die Wurzbacher Turnhalle, wo die Thimmendorfer Volleytiere vorübergehend ihre Zelte aufgeschlagen haben, bis ihr angestammtes Domizil in Ruppersdorf wieder verfügbar ist. Doch bevor hier die Herren, die in der Stadtliga Rudolstadt um Punkte schmettern, an der Reihe sind, ist die Halle erst einmal fest in weiblicher Hand. Jedenfalls fast: die Ausnahme bildet Matthias Leupolt, der seit inzwischen drei Jahren mit den Mädchen trainiert.

Und für die Jüngsten von ihnen, die die Volleytiere allesamt über eine gut funktionierende Partnerschaft mit der Grundschule in Ruppersdorf rekrutierten, stand nun ein besonderer Höhepunkt an: Erstmals durften sich die Mädels der Altersklassen U 12 und U 13 bei einem Turnier mit den Mannschaften anderer Vereine messen. In Kaulsdorf traten gleich drei Vertretungen der Volleytiere gegen den gastgebenden SV Hohenwarte und Schmiedefeld an. Gespielt wurde in Zweierteams auf einem verkleinerten Spielfeld.

Erstes Turnier als Reise ins Ungewisse

„Wir hatten im Vorfeld keine Ahnung, wie wir im Vergleich zu den anderen dastehen. Aber wir haben gemerkt: Wir können mithalten. Nur Schmiedefeld war definitiv ein Stück voraus“, berichtet Trainer Matthias Leupolt vom Turnier, dass seine Schützlinge auf den Rängen zwei, vier und fünf beendeten. „Leider haben wir nicht alles ausgereizt, was wir im Training geübt haben. Viele Fehler waren aber sicherlich auch der Nervosität geschuldet“, so Leupolt weiter.

Soweit, irgendwann einmal mit einer eigenen Frauenmannschaft in den Spielbetrieb zu gehen, denkt man in Thimmendorf angesichts des gut besuchten Mädchentrainings aber noch nicht. „Wir wollen uns erst einmal mit der Jugendmannschaft im Landesspielbetrieb etablieren“, meint Matthias Leupolt und verweist auf den Knick, der erfahrungsgemäß mit dem Beginn von Ausbildung oder Studium einsetzt. „Wenn sie dann beim Volleyball bleiben – egal ob bei uns oder woanders –, ist das auch schon ein Erfolg für uns.“

Bis es bei ihnen soweit ist, haben jedoch zumindest die Mädels der U 12 und U 13 noch reichlich Zeit, um sich im Training kontinuierlich zu verbessern. Der Fokus liegt erst einmal auf dem nächsten Turnier, das voraussichtlich im Februar in Oberweißbach stattfindet.

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