Ungleiches Spitzenspiel: 1. SV Pößneck zerschmettert Rot-Weiß Knau

Pößneck  Das Gipfeltreffen der Bezirksliga Ost wird zu einer Demonstration der Stärke des 1. SV Pößneck. Vor knapp 100 Zuschauern geben die Hausherren dem bisherigen Spitzenreiter Rot-Weiß Knau in drei Sätzen das Nachsehen.

Zu selten fanden die Rot-Weißen aus Knau die entscheidende Lücke. Hier gelingt es jedoch Marco Weise den Pößnecker Block mit Brian Metze (12) und Leon Riedl zu überwinden und für die Oberländer zu punkten.

Zu selten fanden die Rot-Weißen aus Knau die entscheidende Lücke. Hier gelingt es jedoch Marco Weise den Pößnecker Block mit Brian Metze (12) und Leon Riedl zu überwinden und für die Oberländer zu punkten.

Foto: Alexander Hebenstreit

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Und entsprechend wusste man Mitte des dritten Satz‘ auch ohne freie Sicht auf die Punktanzeige, wie es um die Knauer Erfolgsaussichten bestellt war, wenn man sich Olaf Pätz ansah. Beim Stand von 18:11 für Pößneck starrte Knaus Außenbahnspieler mit verschränken Armen in der Leere und stand mit seiner Körpersprache stellvertretend für eine Mannschaft, die nicht mehr an die Wende glaubte.

Doch selbst mit dem nötigen Glauben bis zum letzten Ballwechsel hätte es wohl nicht genügt. Zu dominant war der Auftritt der Hausherren, die das ungleiche Gipfeltreffen gegen den bisherigen Tabellenführer in rekordverdächtigen 69 Minuten für sich entschieden.

"„Es war unser bestes Saisonspiel und das genau zum richtigen Zeitpunkt.“"

Jürgen Kühn, 1. SV Pößneck

„Es war unser bestes Saisonspiel und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Alle, die auf dem Feld waren, haben stark gespielt“, befand ein zufriedener Jürgen Kühn im Nachgang. „Besonders gut war die erste Annahme mit unserem Libero Hendrik Querengässer. Er hat fast keinen Fehler gemacht“, sagte Pößnecks Trainer und verteilte noch ein zweites Sonderlob. Denn immer wenn Steffen Wegwerth auf der linken Angriffsseite emporstieg, schien der Punktgewinn vorprogrammiert. Über die komplette Spielzeit bekam ihn der Knauer Block nicht zu fassen, so dass er passenderweise auch den entscheidenden Schmetterball zum Matchgewinn platzierte. „Was er für Winkel geschlagen hat . . .“, begann Jürgen Kühn und suchte dann vergebens nach einem passenden Adjektiv. Nur so viel: Es war gut. Sehr sogar.

Deutlich getrübter war die Stimmung natürlich im Lager der Oberländer. „Es ist schade, auch für unsere Anhänger. Aber am meisten enttäuscht waren wir selbst. Wenn es ein Spitzenspiel werden soll, braucht es zwei Spitzenmannschaften, aber heute gab es nur eine“, so Kay Weise, der die Pößnecker ausdrücklich lobte. „Sie haben es sehr gut gemacht, waren voll fokussiert und haben einfach ein paar Prozentpunkte mehr herausgekitzelt.“

Anders als der Gastgeber hatte Knau immer wieder Probleme bei der Annahme und konnte meist nur reagieren, so dass sich Pößneck in allen Sätzen schnell absetzte. Eine Aufholjagd gelang nur im ersten Durchgang, als die Gäste bereits mit 11:18 zurücklagen und Pößneck erst den vierten Satzball zum 25:23 nutzte. „Da war ich ein kleines Bisschen unruhig“, gestand Jürgen Kühn ein. Doch der Satz kippte nicht und das Spiel nahm fortan den bekannten Gang.

Immerhin konnten die Rot-Weißen – wie zuvor auch Pößneck – den Spieltag mit einem Erfolgserlebnis gegen den PSV Zeulenroda abschließen und so wenigstens eins von zwei Derbys gewinnen.

1. SV Pößneck – SV Rot-Weiß Knau 3:0 (25:23, 25:15, 25:18)

1. SV Pößneck – PSV Zeulenroda 3:0 (25:18, 25:12, 25:14)

SV Rot-Weiß Knau – PSV Zeulenroda 3:0 (25:17, 25:10, 25:13)

Pößneck: Tony Neumeister, Christian Büttner, Steffen Wegwerth, Christopher Krieck, Nik Bredschneider, Christopher Krause, Leon Riedl, Dennis Ritzmann, Brian Metze, Dennis Größl, Hendrik Querengässer.

Knau: Marco Weise, Nick Naundorf, Kay Weise, Dirk Straubel, Philipp Meier, Andreas Fest, Olaf Pätz, Daniel Riedl, Michael Ruhkieck , Maik Lückemann.

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