Vincent Weise vom SV Rot-Weiß Knau schlägt im Bundesfinale auf

Knau  Der Name Weise ist wie kein anderer mit dem Volleyball in Knau verbunden. Nun gelang dem 15-jährigen Vincent etwas, was noch kein anderer aus seinem Verein schaffte.

Vincent Weise vom SV Rot-Weiß Knau nahm mit der Thüringen-Auswahl an der Deutschen U 16-Meisterschaft im Volleyball teil.

Foto: Alexander Hebenstreit

Der Name ist bereits Programm. Weise aus Knau? Da kann es eigentlich nur eine sportliche Heimat geben und die ist das Volleyballnetz. Seit unzähligen Jahren ist der Familienname fest mit den Schmetterspezialisten des SV Rot-Weiß Knau verwurzelt. Marco, Kay und Andre Weise erlebten am Netz viele Höhen und manche Tiefen, wurden Thüringenmeister und schlugen in der Regionalliga auf. Doch das, was seit wenigen Tagen in der Vita des 15-jährigen Vincent Weise, dem Sohn von Außenspieler Marco, steht, kann sonst niemand im Trikot der Rot-Weißen vorweisen: die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft.

Mit der Thüringen-Auswahl, die offiziell für die Farben des VC Gotha startet, qualifizierte sich Vincent Weise zur Mitteldeutschen Meisterschaft für die nationalen Titelkämpfe, wo es immerhin zum zwölften von 16 zu vergebenden Plätzen reichte. „Ich habe sehr viel Neues kennengelernt. Es war schon eine große Sache und ein Erlebnis, das mich begeistert hat“, berichtet der Knauer.

Seine Berufung in den elitären Kreis der Landesauswahl ist dabei keine Selbstverständlichkeit, denn anders als ein Großteil seiner Mitspieler, die an der Erfurter Sportschule optimale Trainingsbedingungen vorfinden, besucht er mit dem Pößnecker Gymnasium eine normale Bildungseinrichtung. „Nur vor Turnieren komme ich zur Trainingswoche nach Erfurt und wohne dann im Internet. Man lernt viel dazu, aber es ist schwer mit den anderen mitzuhalten, die zweimal täglich trainieren. Das merkt man gerade im technischen Bereich“, berichtet Weise von seinem Dasein als Auswahlspieler.

Mit seiner Leistung zur Deutschen Meisterschaft, wo er vor allem in der Platzierungsrunde zum Einsatz kam, ist er dennoch zufrieden. „Für meine Verhältnisse habe ich gut gespielt“, sagt Vincent Weise mit einem Schmunzeln im Gesicht.

In seinem Heimatverein will er künftig eine größere Rolle einnehmen. „Wir haben uns trotz des Titels gegen ein Aufstieg entschieden, um den Umbruch im Team zu vollziehen. Wir müssen uns den Aufstieg als junge Mannschaft selbst erarbeiten“, benennt der 15-Jährige das mittelfristige Ziel. Neben ihm werden zur kommenden Bezirksliga-Saison noch fünf weitere junge Spieler im Alter von 15 bis 19 Jahren zum Kader des SV Rot-Weiß gehören.

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