Wer zuletzt lacht - USV und VSV begegnen sich

Es ist ein Jammer, dass man nicht alles haben kann. An diesem Samstag zum Beispiel, wenn sich in der Volleyball-Thüringenliga die beiden Jenaer Vertretungen - USV und 1."VSV Jena 90 - um Tabellenpunkte streiten: Weils zum Spiel eben dazu gehört, muss einer wohl verlieren.

Elena Scholz: "Wir waren nicht schlecht. Nur wackelig. Foto: Peter Poser

Elena Scholz: "Wir waren nicht schlecht. Nur wackelig. Foto: Peter Poser

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Jena. Und eine dieser zwei jungen Damen, die beide zu so ansteckendem Jubel fähig sind, erspart uns am Ende dies Vergnügen. Was Anne Fischer (USV) und Elena Scholz (VSV) dabei allerdings eint: Die Freude über ein "gutes" Spiel kann einem nachher keiner nehmen. "Das steht immer im Vordergrund", sagt Elena Scholz. Es ist nicht das einzige, was die Mittelblockerin und die USV-Angreiferin verbindet. Beide fanden erst im Studium zur Sportart. Und während Elena Scholz von der Leichtathletik kommend den Umweg über den USV nahm, machte Anne Fischer im Jazz- und Modern Dance zu Hause, einen Schlenker über den VSV. Getroffen hat man sich dann zum ersten Mal - vom Sand mal abgesehen - kürzlich im September bei den Universitätssportlern, zum Wieder-Einstand in Thüringens höchste Spielklasse für die VSVlerinnen, aus der sie sich drei Jahre zuvor wegen mangelnder Nachwuchsarbeit im Verein zwangsverabschieden mussten. Aber das ist Schnee von gestern. Das Hinspiel war noch eine klare Angelegenheit. Einen Satz sowie Respekt verschafft aber hat sich der Sechser von Mathias Rosenthal. Danach lief es in der Liga schleppend für die Damen, bis zum letzten Wochenende. Da kamen die ersten beiden Siege. Auf der Tribüne: Anne Fischer. Eine "vom Kopf her starke Mannschaft" habe sie gesehen, sagt die USV-Angreiferin. Einen gerade noch einstelligen Rückstand hat der VSV da im ersten Satz gegen Sonneberg ausgebügelt. "Das muss man erst mal schaffen." Ob den VSV-Frauen das gegen die an Erfahrungen reichere und im oberen Drittel der Thüringenliga etablierte Stadt-Konkurrenz von Trainer Christian Czechowski gelingen würde? Sie sollten es besser nicht drauf ankommen lassen. "Eine starke Truppe", sagt Elena Scholz. Und: "Wir waren bisher ja nicht schlecht. Nur wackelig." Wir wollen Stärken und Schwächen beider Mannschaften hier jetzt nicht aufrechnen, nur so viel: "Elli" Scholz neigt zur Faust, Anne Fischer hält es mit einem eleganten Strecksprung, Tänzerin eben. Bringen beide ab 13 Uhr in der Halle am Sportforum das allseits bevorzugte "gute" Spiel aufs Parkett, kriegen die Zuschauer von beidem eine Vorstellung. Nur über die Tabellenpunkte lacht einer zuletzt.

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