Wernburgs Kegler bleiben fokussiert

Wernburg.  Die Bundesliga im Kegeln ruht bis mindestens Januar. Zeit für Wernburgs Kapitän, Manuel Hopfe, zum Wandern, Radfahren und Backen.

Die Bundesligakegler aus Wernburg. Hintere Reihe von links: Alexander Conrad, Raven Michel, Martin Müller, Christian Zeh, Manuel Hopfe. Vorn von links: Simon Axthelm, Paul Sommer, Daniel Zeh. Es fehlt: Andrej Maak

Die Bundesligakegler aus Wernburg. Hintere Reihe von links: Alexander Conrad, Raven Michel, Martin Müller, Christian Zeh, Manuel Hopfe. Vorn von links: Simon Axthelm, Paul Sommer, Daniel Zeh. Es fehlt: Andrej Maak

Foto: Benjamin Schmutzler

So ruhig war es lange nicht mehr in der Bodelwitzer Straße und beim SV Wernburg. Wie fast überall ruht das sportliche Tagesgeschäft, Zumbakurse fallen aus, der Frauensport pausiert und auf der Kegelbahn rollt derzeit keine Kugel.

Sechs Spiele, drei Siege, darunter ein Überraschungserfolg gegen Bamberg und zuletzt ein Kantersieg gegen Kaiserslautern: Die Premierensaison in der 1. Bundesliga begann für Wernburgs Kegler mehr als nur vielversprechend.

Doch aktuell müssen die Sportler die Corona-Beschränkungen befolgen. Denn auch wenn es Bundesliga heißt, ist man im Kegeln vom Profisport, in dem es beim Fußball, Handball oder Basketball ja unter Auflagen weitergeht, Meilen entfernt.

Hygienekonzept hat funktioniert

„Bei uns als Breitensportart besteht kein so großes Interesse, dass es fließend weitergeht“, sagt Wernburgs Spielertrainer Manuel Hopfe und ergänzt: „Ich denke, bei den aktuellen Zahlen gibt es wichtigeres als Kegeln. Am letzten Spieltag vor der Unterbrechung haben nur die Hälfte der Spiele in der 1. Bundesliga stattgefunden. In einer Zweitligastaffel wurde gar nicht gespielt. So macht es wenig Sinn. In der Bundesliga spielen zudem viele Mannschaften mit ausländischen Spielern, die teilweise nicht mehr einreisen durften.“ Das erarbeitete Hygienekonzept für die bisherigen Heimspiele habe funktioniert, so Hopfe. Infektionen gab es im Team oder näheren Umfeld bislang keine.

Das Prinzip Vorsicht ist wichtig für den Erzieher in einer Kindereinrichtung, auch wenn es ihn und seine Mitspieler natürlich in den (Kegel)-Fingern juckt. „Der letzte Stand seitens des Landratsamtes war, dass wir mit zwei Sportlern auf die Bahn dürfen. Allerdings wurde der Grenzwert für den Saale-Orla-Kreis am Wochenende wieder überschritten.“ Abwarten, was die nächsten Tage bringen, ist folglich die Devise.

Bundesligakegeln wird es in diesem Jahr sowieso nicht mehr geben, das hat der Verband DKBC bereits entschieden.

Wandern und Cookies für die Oma

Einen Trainingsplan für die verordnete Pause hat Hopfe nicht erstellt. „Da vertraue ich in die Eigeninitiative der Jungs.“ Er selbst stieg die vergangenen Wochen wieder häufiger aufs Rad, auch Wandertouren und Geocaching mit der Freundin sorgen für Ablenkung.

„Außerdem gab es für die Oma selbst gemachte Cookies.“ Mit den „Jungs“ steht der Trainer über Whatsapp oder Zoom in Kontakt. Er ist sicher: „Egal wann es weitergeht, wir haben das Zeug dazu, nahtlos an die gezeigten Leistungen anzuknüpfen.“