Wernburgs Kegler setzen Ausrufezeichen gegen Bamberg

Wernburg.  In der 1. Bundesliga Kegeln gelingt dem Liganeuling gegen Victoria Bamberg ein Auftakt nach Maß. Conrad knackt die 700

Alexander Conrad vom SV Wernburg.

Alexander Conrad vom SV Wernburg.

Foto: Benjamin Schmutzler

Was für ein Saisonauftakt für die Bundesligakegler des SV Wernburg. Im ersten Spiel nach dem Aufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse erwischten die Männer um Spielertrainer Manuel Hopfe einen Sahnetag, schoben den mehrmaligen deutschen Meister SKC Victoria 1947 Bamberg mit 6:2 von der Anlage.

Obwohl zu der Begegnung lediglich 18 Zuschauer zugelassen waren, was für ein Heimspiel in Wernburg normalerweise nicht viel darstellt, begannen die Gastgeber von Beginn an konzentriert und hungrig auf sieben, achte, neune.

Fünf perfekte Würfe in Folge

Ein Ausrufezeichen setzte dabei Wernburgs Alexander Conrad, der gleich im ersten Durchgang die Gäste mit einem 705-Ergebnis schockte. Dabei gelang dem jungen Vater und Ehemann von Pöllwitz´ Sarah Conrad mit fünf perfekten Abräumern in Folge eine nicht alltägliche Serie. Auch Jungnationalspieler Paul Sommer konnte mit 615 Holz seinen direkten Gegner besiegen, so dass Wernburg mit 2:0 Einzelpunkten in Führung ging.

Reihenweise über die 600

Die Bamberger hatten in Tim Brachtel ihren besten Akteur des Tages. Er schaffte starke 669 Holz und entschied dadurch das Duell gegen Wernburgs jüngsten Spieler Raven Michel für sich, der mit 621 Holz dennoch keineswegs enttäuschte. Das 3:1 konnte dann wiederum Christian Zeh verbuchen, der auf 617 Zähler kam.

Die Überraschung war zum Greifen nah – und Wernburg ließ sie sich auch nicht mehr nehmen.

Zwar schaffte es Simon Axthelm mit 583 Holz als einziger Heimspieler an diesem Tag knapp nicht über die 600er-Marke und verlor gegen Cosmin Craciun (605), doch Daniel Zeh besorgte mit seinen 628 den 4:2-Zwischenstand. Da Wernburg bei den Gesamtkegeln mit 3769 zu 3681 klar dominierte, gingen auch die beiden letzten Punkte an diesem furiosen Nachmittag an den Aufsteiger, dessen Trainer zwischendurch von „Wahnsinn“ sprach.