Wismut Gera verteidigt mit 3:0 gegen Eintracht Sondershausen die Tabellenführung

Gera.  Wismut Gera bleibt nach dem 3:0-Heimsieg gegen Eintracht Sondershausen die an der Spitze der Fußball-Thüringenliga.

Mit dem 3:0-Heimerfolg gegen Sondershausen verteidigt die Geraer Wismut-Elf die Tabellenführung in der Thüringenliga: Phillip Roy (Mitte) holt im Mannschaftskreis die letzten Kräfte aus sich heraus.

Mit dem 3:0-Heimerfolg gegen Sondershausen verteidigt die Geraer Wismut-Elf die Tabellenführung in der Thüringenliga: Phillip Roy (Mitte) holt im Mannschaftskreis die letzten Kräfte aus sich heraus.

Foto: Jens Lohse / OTZ

Vor 177 Zuschauern hat die BSG Wismut Gera einen klaren 3:0-Heimerfolg gegen den BSV Eintracht Sondershausen eingefahren und damit die Thüringenliga-Tabellenführung verteidigt. „Das war heute eine grundsolide Leistung meiner Mannschaft. Trotz der Unruhe, die derzeit immer wieder von draußen in den Verein hineingetragen wird, lassen sich die Spieler nicht von ihrem Weg abbringen. Alle sind voll auf den Fußball fokussiert, auch wenn es heute gegen die kompakt verteidigenden Sondershäuser nicht immer schön anzusehen war“, urteilte Wismut-Trainer Marcus Dörfer nach den siegreichen 90 Minuten.

Sein Gegenüber, Gäste-Coach Axel Duft meinte: „Das war ein verdienter Sieg für Wismut Gera. Die beiden unglücklichen Elfmeter kurz vor und kurz nach der Pause haben uns das Genick gebrochen.“

Gera zunächst mit Problemen

Mit der tiefstehenden Eintracht hatten die Orange-Schwarzen zunächst ihre Probleme. Ohne Tempo im Spielaufbau und die erforderliche Präzision im Passspiel konnten die Geraer die Sondershäuser Abwehr kaum einmal in Verlegenheit bringen. Nur bei einem Flugkopfball von Max Zerrenner nach einem Keller-Freistoß musste Gäste-Torwart Piotr Rusek ernsthaft eingreifen (11.). Mitte der ersten Hälfte wurde die Duft-Elf mutiger. Marcus Brunner setzte mit einem 18 m-Schuss knapp am Wismut-Kasten vorbei ein erstes Achtungszeichen (24.). Mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Spielmacher Benjamin Keller wegen einer Oberschenkelzerrung wurde die Ausgangsposition für die Geraer nicht leichter.

Aus dem Nichts fiel dann kurz vor dem Pausenpfiff das 1:0. Eiskalt schlugen die Hausherren zu. Max Zerrenner erkämpfte sich den Ball auf der rechten Seite. Seine Eingabe in den Strafraum köpfte sich Sondershausens Patrick Rothe unglücklich gegen die eigene Hand. Referee Dirk Läsker (Pößneck) entschied ohne zu zögern auf Elfmeter. Torjäger Rico Heuschkel ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt zum 1:0 (44.).

Schnelles 2:0 nach der Pause

Nach Wiederbeginn legte Wismut sofort nach. Rico Heuschkel passte im Konter auf Nick Poser, der von Eintracht-Keeper Piotr Rusek ungestüm von den Beinen geholt wurde. Diesmal schnappte sich Kapitän Florian Schubert das Leder zum Strafstoß. Unter der Latte schlug der Ball zum 2:0 ein (48.). Bei einem Flugkopfball von Rico Heuschkel lag der dritte Treffer in der Luft, doch parierte Piotr Rusek nach einer Schubert-Flanke glänzend (55.).

Kurz darauf war der Keeper aber doch machtlos. Eine tolle Kombination über Marcel Kießling und Florian Schubert schloss Rico Heuschkel in zentraler Position aus Nahdistanz mit dem 3:0 ab (62.). Damit war die Begegnung entschieden.

Gelb-Rot für Stephan Ludwig

Wismut hätte noch etwas fürs Torverhältnis tun können, zumal man nach Gelb-Rot für Gäste-Angreifer Stephan Ludwig (79.) die Schlussphase in Überzahl agierte. Doch fanden zwei Heuschkel-Treffer wegen Abseitsstellungen keine Anerkennung (67., 85.) und hatten Marcel Hartmann per Heber (81.) und Florian Schubert mit seinem Schrägschuss (87.) nicht das richtige Zielwasser getrunken.

An der Tabellenspitze thront Wismut weiterhin mit einem Punkt Vorsprung vor den Verfolgern Arnstadt und Schleiz.