Wismut ohne Weis und Christl

Gera  Fußball, Oberliga: Trainer Frank Müller bittet sein Team am Dienstag zum Trainingsauftakt. Vorher zum Hallenmasters nach Kremmen.

Zuversichtlich, aber mit leicht reduziertem Kader geht Fußball-Oberligist BSG Wismut Gera in die Rückrunde.

Trainingsauftakt für die Schützlinge von Trainer Frank Müller ist der kommende Dienstag. Bereits am Sonnabend ab 16 Uhr nehmen die Orange-Schwarzen am Hallenmasters des FC Kremmen 1920 teil, bei dem man im Vorjahr Rang drei belegt hatte. Mit dem SV Altlüdersdorf ist diesmal ein weiterer Oberligist mit von der Partie.

„Wir wollen mindestens so viele Punkte holen wie in der Hinrunde. Weil wir da aber viele Zähler leichtfertig liegengelassen haben, traue ich meiner Mannschaft auch mehr zu“, sagt Wismut-Coach Frank Müller.

Vertrag mit Carsten Weis in Winterpause aufgelöst

Verzichten muss er ab sofort auf Spielmacher Carsten Weis. Der Vertrag mit dem 32-Jährigen wurde in der Winterpause aufgelöst. Aufgrund einer arbeitsbedingten Veränderung hätte der Mittelfeldspieler kaum noch trainieren können. „Sportlich ist das natürlich ein herber Verlust. Aber die Mannschaft hat in Rudolstadt oder in Jena auch schon bewiesen, dass sie ohne Carsten Weis gewinnen kann“, so Frank Müller. Getrennt hat sich der Verein zudem von Maximilian Christl. Der 19-jährige Offensivspieler war erst im September vom Chemnitzer FC ausgeliehen worden. Einen Treffer erzielte er in Ludwigsfelde, flog aber auch als Einwechsler in Jena mit Gelb-Rot vom Platz. „Er hatte das Wismut-Gen nicht so verinnerlicht. Da hat der Zusammenhalt in der Kabine gefehlt. Das war für das Team nicht gut. Da ist es besser, man trennt sich“, erklärte der Trainer.

Neu im Team ist Felix Richter. Der 24-jährige Mittelfeldspieler kam aus freien Stücken vom Zwickauer Kreisoberligisten SG Traktor Neukirchen. 15 Treffer erzielte er für sein Team in den letzten beiden Spielzeiten. „Er hat im Probetraining überzeugt und soll uns in der Breite verstärken. Wir haben ihm erst einmal einen Vertrag bis zum Sommer gegeben. Bis dahin kann er sich beweisen“, so Frank Müller, der den Kader immer noch als groß genug ansieht, zumal mit Jonas Scherzer, Maximilian Cherouny, dem vom JFC Gera gekommenen Lionel Kirstein und Christoph Kunz vier eigene Nachwuchsspieler im Oberliga-Kader mittrainieren sollen.

Nach seiner Fußoperation steht Timo Slawik wieder voll zu Verfügung. Vorsichtig sind die Verantwortlichen noch mit der Belastbarkeit von Dmitrij Puhan, der erst im Laufe der Wintervorbereitung einsteigen wird. Kapitän Florian Schubert braucht nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit.

„Gerade zu Hause wollen wir uns verbessern. Nur ein Sieg in sieben Begegnungen ist eine extrem schlechte Bilanz. Die Leistungen waren da schon manchmal grenzwertig. Aber die jungen Spieler müssen lernen, daheim mit dem größeren Druck umgehen zu können, zumal 250 Zuschauer nicht die Kulisse sind, vor der man erstarren müsste“, fordert Frank Müller von seinem Team.

Das erste Testspiel hat es in sich. Am 26. Januar um 13 Uhr empfangen die Orange-Schwarzen im Stadion der Freundschaft den Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig. Es folgen zwei Heimpartien gegen die Landesklasseteams SG Gera-Westvororte (2. Februar) und SV Blau-Weiß 90 Neustadt (9. Februar).

Vor dem Rückrundenstart gegen den VfB Krieschow am Wochenende 23./24. Februar gastiert man am 16. Februar beim Thüringenliga-Zweiten FSV Martinroda, von dem man sich einen Härtetest auf Oberliga-Niveau erwartet. Beim Neujahrsempfang der BSG Wismut hatte sich Vereinspräsident Volker Fiedler positiv zur Zukunft des Vereins geäußert. Man habe einige Stolpersteine aus dem Weg geräumt, müsse aber weiterhin zusehen, dass genügend Geld in die Kassen kommt. „Kooperationsbestrebungen gibt es mit dem FC Erzgebirge Aue. Auch mit der Entwicklung unserer Nachwuchsakademie Glück Auf sind wir sehr zufrieden“, schätzte Fiedler ein.

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