Abrissbagger in der Leipziger Gasse in Eisenberg

Der Gebäudekomplex im Eisenberger Altstadtgebiet wird seit Montag rückgebaut.

Mitarbeiter der Abrissfirma GRA Gera sind dabei, das Haus Nummer 18 in der Leipziger Gasse in Eisenberg dem Erdboden gleich zu machen. Mit Wasserstrahl bekämpfen die Männer die unausbleibliche Staubentwicklung. Foto: Dieter Urban

Mitarbeiter der Abrissfirma GRA Gera sind dabei, das Haus Nummer 18 in der Leipziger Gasse in Eisenberg dem Erdboden gleich zu machen. Mit Wasserstrahl bekämpfen die Männer die unausbleibliche Staubentwicklung. Foto: Dieter Urban

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Eisenberg. Seit Montag rotiert der Abrissbagger in der Leipziger Gasse. Das Gebäude Nummer 18 wird rückgebaut. Die Vorbereitungen dazu laufen seit Mitte Mai.

Die Männer der GRA GmbH Gera, Fachleute in Sachen Gebäude-Entsorgung, hatten im Vorfeld schon einiges für den groben Teil der Arbeit vorbereitet. So wurde unter anderem der Straßenbelag mit einer dicken Kiesschicht belegt, damit die Ketten des tonnenschweren Baggers hier keine Schäden anrichten. Dann wurde für Wasseranschlüsse gesorgt, denn die Staubbelästigung für die Anwohner soll möglichst gering sein. Trotzdem: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und da die Häuser in der Leipziger Gasse und in den anderen Straßen ziemlich eng aneinander stehen, wird man es nicht vermeiden können, dass es zu Staubentwicklungen kommt.

Der Abbruch umfasst 2000 Kubikmeter umbauten Raum, davon 269 m² alter Wohnfläche und 13 m² Gewerbefläche. Zudem stehen 155 m² Giebelsanierung am Nachbarhaus an. Am 31. August soll hier nichts mehr an das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus erinnern. Insgesamt werden für die Arbeiten 83 000 Euro investiert. Der Bund und das Land übernehmen 19 700 Euro, die Stadt lässt sich die Verschönerung 63 300 Euro kosten. Abbruch begleitend werden bauhistorische Untersuchungen durchgeführt. Archäologen kommen zum Zuge, die hier im Grobmüll verflossener Jahrhunderte herumstochern und vielleicht wichtige Zeugnisse der Vergangenheit finden. So beispielsweise Reste der Stadtmauer zum Leipziger Tor. Ob sich was findet und wie die Funde dann bewertet werden, steht auf einem anderen Blatt. Bürgermeister Ingo Lippert (SPD) erklärt zu dem Vorhaben: "Ursprünglich war für das Jahr 2011 der Rückbau des Objekts Lindengasse 13 geplant. Zwischenzeitlich war es jedoch nötig, die Prioritäten zum Objekt in der Leipziger Gasse hin zu verschieben."

Der Komplex, bestehend aus Vorderhaus und zwei angebauten Seitenflügeln, stand sehr lange leer. Die Sanierung und eventuelle Neubelegung galt auf Grund hygienischer Bedingungen und des auffallend maroden Zustands als völig ausgeschlossen. Die Nebengebäude wurden praktisch nur noch vom Schwamm zusammengehalten. Baufachlich gesprochen: Alles andere als ein Abriss wäre einfach nur Geldverschwendung gewesen.

Die Leipziger Gasse 18 ist nicht das einzige Gebäude, dass der Abrissbirne geopfert wird. Weitere alte Häuser in Eisenbergs Innenstadt werden folgen, später.

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