Oberhof. Mit Blick auf die Biathlon-WM 2023 entsteht in Oberhof eine weitere Lagerfläche für Kunstschnee.

Ab 2. August soll in Oberhof der Bau einer gekühlten Schneelagerhalle beginnen. Darüber hat der Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum informiert. Die 1200 Quadratmeter große Halle, in der dann etwa 7200 Kubikmeter Schnee gelagert werden, soll rund 6,7 Millionen Euro kosten. Laut Baureferentin Sylvia Böhm wird der Schnee außerhalb der Halle mit einer sogenannten „Snowfactory“ produziert. Über Rohrleitungssysteme werde er dann in das Innere des Gebäudes transportiert werden. Die Halle ergänzt das bestehende Schneekonzept. Der Biathlon-Weltverband hatte dies, auch mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2023 in Oberhof, verlangt. Es soll unabhängig von Witterung und Temperaturen krisensichere Bedingungen bei Wettkämpfen ermöglichen. Bisher gibt es in Oberhof drei Depots: in der Skihalle, am Kanzlersgrund und in der Kulle-Kurve. Der Kunstschnee dient als Grundlage der Präparierung für die Strecken und für die Skisprungschanzen. Die neue Halle wird unweit der Skihalle errichtet. Der Bau, so Böhm, werde über ein Jahr – voraussichtlich bis September 2022 – dauern. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass es bei den laufenden Umbauten für das Biathlon-Stadion und die Rennschlittenbahn – wegen fehlender Materialien – derzeit rund drei Monate Verzug gibt.