Jena. Bei einer Tagung an der Uni Wuppertal berichtet die Spitzenforscherin über ihre Degradierung am Max-Planck-Institut. Das Auditorium reagiert mit Entsetzen und minutenlangen Standing Ovations.

Gut ein Jahr nach der umstrittenen Abberufung der Jenaer Spitzenforscherin Nicole Boivin ist die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) erneut schwer in die Kritik geraten: Bei einer Tagung zum Thema „Governance in Wissenschaftsorganisationen“ an der Bergischen Universität Wuppertal hatte Boivin jetzt erstmals öffentlich dargelegt, was zu ihrer Degradierung als Direktorin des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte im März 2022 geführt hatte. Der Bericht war Teilnehmern zufolge „faktenbasiert und nüchtern“ – und das Auditorium reagierte mit Entsetzen und minutenlangen Standing Ovations darauf.