Berufe in der Ostthüringer Wirtschaft: Fernweh mit Büroarbeit kombiniert

Das Reisebüro AirVoyage in der Geraer Schlosstraße begeht in diesem Jahr sein 25-jähriges Betriebsjubiläum. Durch jahrelange Erfahrung in der Ausarbeitung von Urlaubsreisen können auch ganz persönliche Urlaubswünsche erfüllt werden. Zudem hat sich das Unternehmen auf Kreuzfahrten spezialisiert.

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Foto: zgt

Fragen an:

Christopher Wolf, 17 Jahre alt. Er lernt im ersten Ausbildungsjahr im Reisebüro AirVoyage.

Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Eigentlich wollte ich das Abitur machen, um Pilot zu werden. Doch die Augenärztin riet mir davon ab und ich musste mich neu orientieren. Mein Lieblingsfach war schon immer Geografie und mit Kumpels habe ich frühzeitig das Schülerferienticket genutzt, um Thüringen kennenzulernen. Außerdem habe ich gern für Verwandte und Bekannte Reisen ausgesucht. Da kam meine Oma auf die Idee, ich sollte doch mein Hobby zum Beruf machen. So habe ich mich beim Reisebüro AirVoyage beworben und sehr schnell eine Zusage bekommen.

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Ja, bis jetzt habe ich es nicht einmal bereut gleich nach der 10. Klasse in die Berufsausbildung zu starten. Ich bin sehr kommunikativ und freue mich jeden Tag darauf, unsere Kunden zu beraten. Nicht nur die älteren auch unsere jüngeren Kunden nutzen zunehmend wieder die Empfehlung im Reisebüro, denn oft sind wir sogar besser als die eigenen Recherchen im Internet.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sollte man mitbringen?

Definitiv gute Geografiekenntnisse und die Liebe zum Verreisen, dadurch kann man den Kunden die besten Empfehlungen geben. Manchmal muss man auch einen kühlen Kopf bewahren, wenn die Kunden besonders kritisch sind. Gute Englischkenntnisse sind für den Verkauf ebenfalls wichtig.

Was sind die spannendsten Aufgaben in der Ausbildung?

Eigentlich ist jeder Tag sehr abwechslungsreich. Neben dem Kundengespräch dekoriere ich Büro und Schaufenster oder packe bei der Vorbereitung von Gruppenreisen mit an, die wir vier- bis fünfmal im Jahr organisieren. Highlight für mich war bisher die Teilnahme an einer Flusskreuzfahrt von Wien über Budapest und Bratislava zurück. Aber ich nutze auch meine Freizeit, um mich für den Beruf weiterzubilden. So war ich während der Osterfeiertage in Helsinki, eine tolle Stadt. In den Sommerferien werde ich mit meiner Oma innerhalb Deutschlands verreisen, sie ist für mich ein sehr angenehmer Reisepartner.

Welche Länder interessieren Sie derzeit darüber hinaus?

Das sind zu Beispiel die Länder Jordanien, USA, Saudi Arabien und Japan .

Müssen Sie viel für die Berufsschule büffeln?

Die Berufsschule ist in Weimar und da Geografie eine große Rolle spielt, bin ich sehr zufrieden und es fällt mir leicht.

Finden Sie, dass ein Praktikum wichtig ist?

Auf jeden Fall. Ich habe mein Schülerpraktikum in der 9. Klasse im Reisebüro gemacht.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?

Nach einem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung sehe ich weiter.

In diesem Beruf gibt es viele Möglichkeiten. Ich kann mir auch vorstellen auf einem Schiff als Reiseleiter oder am Flughafen zu arbeiten.

Was machen Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen?

  • entwickeln Marketingmaßnahmen und führen sie durch
  • planen, vermitteln und verkaufen individuelle Gruppen- sowie Veranstalterreisen
  • organisieren Geschäfts- reisen
  • beraten Kunden über Reisemöglichkeiten und Reiseziele
  • kalkulieren Preise

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Eine Weiterbildung ist möglich zum:

  • Geprüfter Tourismusfachwirt
  • Geprüfter Wirtschaftsfachwirt
  • Geprüfter Betriebswirt

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