Convertflex-Investor wirft Bürgerbündnis in Saalfeld „sachlichen Unsinn“ vor

Saalfeld  Franz Schleicher verteidigt Pläne für die Plastikfolien-Fabrik in Saalfeld. Wirtschaftsförderer Matthias Fritsche verlangt von Kritikern „Ehrlichkeit“.

Convertflex will an der Paul-Auerbach-Straße eine 27 Meter hohe Plastikfolien-Fabrik bauen.

Convertflex will an der Paul-Auerbach-Straße eine 27 Meter hohe Plastikfolien-Fabrik bauen.

Foto: G. Berg

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Der Investor der in Saalfeld geplanten Plastikfolien-Fabrik Convertflex, Franz Schleicher, und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderagentur Saalfeld-Rudolstadt, Matthias Fritsche, haben auf eine Stellungnahme des Bürgerbündnisses gegen Convertflex geantwortet. Das Bündnis hatte eine Info-Veranstaltung des Investors als „absurde und blamable Veranstaltung“ kritisiert.

Schleicher erklärt: „Ich habe bei meiner Veranstaltung nur deutlich gemacht, welchen sachlichen Unsinn die Bürgerinitiative und die anderen Opponenten von sich geben.“ Er halte fest, „von dem Betrieb gehen keinerlei Emissionen aus. Elektromotoren sind das einzige Antriebsmittel aller Anlagen.“

Ferner erklärte Schleicher: „Die Schreiber tun so, als dass sie die Saalfelder Bürger vertreten. Dem ist nicht so. Es handelt sich um eine Hand voll Besserwisser, die es überall gibt. Warum diese eine Plattform bekommen, erschließt sich mir nicht.“ Die Stimmung bei der Veranstaltung habe sich „zum Schluss der Veranstaltung vollständig gedreht und meine Position bestätigt“, so Schleicher weiter. „Die danach eingegangenen Briefe unterstützen das. Es waren nur positive Aussagen“.

Seine Kritiker seien „es schlicht nicht gewohnt, dass in der Öffentlichkeit von mir Paroli geboten wurde“. Weiter heißt es in der Stellungnahme Schleichers: „Als ich zum Thema Verpackung schlicht nur gesagt habe, dass ich jedem der Anwesenden 100 Euro zahle, wenn er mit mir zum Metzger geht und dort Fleischsalat kauft und auf Verpackung verzichtet und damit nach Hause gehen soll, da herrschte betretenes Schweigen. Mein zweiter Hinweis, als Kunststoff verteufelt wurde, war schlicht, dass alle die Kleiderstücke ausziehen sollten, die Kunststoffe beinhalten.“

Schleicher weiter: „Ich habe eigentlich erwartet, dass diese Anwesenden konsequent sind und klar machen, dass Kunststoff schlecht ist und sich ausziehen.“ Leider habe sich keiner ausgezogen. „Die wären nämlich mit ihren Argumenten und in Person nackt dagestanden.“

Wirtschaftsförderer Fritsche ging auf die Platzproblematik ein. Er habe die Größe des Raumes im Stadtmuseum im vorneherein für ausreichend erachtet. Aber: „An diesem Tag hat es eben leider nicht ganz ausgereicht.“ Bei der Info-Veranstaltung war „die Diskussionskultur über weite Strecken geordnet“, so Fritsche. Es habe auf beiden Seiten „den ein oder anderen, der emotionalen Haltung entsprungenen, ungeschickten Kommentar“ gegeben. Fritsche erklärte, er habe sich erlaubt, „drei Mal auf den eigentlichen Sinn und Zweck der Veranstaltung hinzuweisen“. Und: „Ich würde mir in der Diskussion seitens der Kritiker mehr Ehrlichkeit in der Sache wünschen und weniger Fingerzeige.“

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