Eine der größten Firmen in Bad Blankenburg: Blankom setzt auf Fortbestand trotz vorläufiger Insolvenz

Es ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt und untrennbar mit Bad Blankenburg verbunden: Die Blankom Antennentechnik GmbH. Jetzt ist das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Blankom in Bad Blankenburg Foto: Roberto Burian

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Bad Blankenburg. Die Blankom Antennentechnik GmbH Bad Blankenburg hat am vergangenen Freitag Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Gera gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Kai Dellit bestellt. "Der Insolvenzantrag bleibt ohne Einfluss auf das Tagesgeschäft, der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter", erklärte Dellit. Der Erfurter Insolvenzverwalter macht sich derzeit ein umfassendes Bild über die Lage des Unternehmens, um die Sanierungsmöglichkeiten prüfen zu können.

Aktuell beschäftigt Blankom 64 Mitarbeiter. Deren Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld durch die Agentur für Arbeit bis Ende Februar 2015 gesichert.

Die Blankom Antennentechnik GmbH ist eines der führenden deutschen Unternehmen der Gemeinschaftsantennentechnik und beliefert namhafte deutsche Kabelnetzbetreiber sowie Kunden in über 40 Ländern.

Nach der Abschaltung der analogen Satellitenversorgung im deutschsprachigen Raum im Mai 2012 und der vorherigen flächendeckenden Installation von digitalen Anlagen kam es zu einer Marktsättigung, die bei Blankom zu rückläufigen Umsätzen und Verlusten führte. Zudem konnten Exportprojekte nicht realisiert werden.

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