Erste Planungen für Ardesia-Hotel in Bad Lobenstein

Nach den verkündeten Abriss-Absichten für das leere Landratsamt-Hochhaus im Jahr 2012 und den dort gescheiterten Hotel-Ideen nun Blick auf das städtische Vorhaben eines Hotel-Neubaus an der Therme.

Auf dem Gelände des jetzigen Ardesia-Parkplatzes könnte nach derzeitigen Planungen ein Hotel-Neubau entstehen, der per "Bademantel-Gang" mit dem Kurmittelhaus verbunden wäre. Foto: Karl-Heinz Putzmann

Auf dem Gelände des jetzigen Ardesia-Parkplatzes könnte nach derzeitigen Planungen ein Hotel-Neubau entstehen, der per "Bademantel-Gang" mit dem Kurmittelhaus verbunden wäre. Foto: Karl-Heinz Putzmann

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bad Lobenstein. "Es gibt erste Planungen für einen Hotelbau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ardesia-Therme", bestätigte Bad Lobensteins Bürgermeister Peter Oppel (SPD) auf OTZ-Nachfrage.

Durch die von der Kreisverwaltung verkündeten Abriss-Pläne für das leer stehende Landratsamt-Hochhaus und die damit verbundenen aber eben gescheiterten Bemühungen für ein Hotel war dieses kurstädtische Vorhaben am Mittwoch publik geworden.

Für den klotzigen Hochhaus-Trakt mit einer angedachten Übernachtungs-Kapazität von etwa 200 Betten und einem Investitions-Volumen von rund 11 Millionen Euro hatte sich, trotz jahrelanger intensiver Bemühungen, kein geeigneter Investor gefunden. Auch nicht für die Variante eines Tagungs-Hotels. Als sich dies immer mehr abzeichnete, begann man in der Kurstadt ganz zaghaft mit ersten Ideen für eine andere Hotel-Variante neben der Therme.

"Hier geht es um etwa 60 bis 70 Betten in einem vielleicht zweistöckigen Gebäude. Denkbar wäre dabei auch zusätzlich noch ein gläsernes Panorama-Restaurant im Dachbereich", umreißt der Bürgermeister die angedachten Dimensionen, verweist aber ausdrücklich darauf, dass es sich vorerst nur um ein Planungs-Konzept handele.

Gebaut werden könnte vorzugsweise im Bereich des jetzigen Parkplatzes, der dafür versetzt würde. Fürs Hotel bieten sich gute Anbindungs-Möglichkeiten zur Therme sowie auch die passenden Ausblicke über den Stadtteich aufs Burgberg-Panorama an.

Platz für den neuen Parkplatz oder auch weitere Zweckbauten - wie beispielsweise eine Trinkhalle für ein Mineralwasser - finden sich auf der ausgedehnten Grünfläche neben dem Kurmittelhaus.

Natürlich ist das direkte Umland der Therme optimal für einen passenden, zweckmäßigen und in der Größe auch angepassten Hotel-Neubau. Gerade auch, weil sich ein geschlossener gläserner und damit auch wetterunabhängiger Zugang zur Therme dafür anbietet. Solch ein "Bademantel-Gang" ist fraglos reizvoll für potenzielle Gäste. Das zeigen einschlägige Erfahrungen in anderen Kur- und Badeorten Thüringens.

Eigentlich fußt alles auf einem Ur-Plan, der Mitte der 1990-er Jahre noch vor der einschneidenden Seehoferschen Gesundheitsreform mit einer wesentlich größeren Therme, einer Reha-Klinik und einem Hotelbau auf dem Gelände des Raab-Karcher-Baumarktes liebäugelte. Das ist längst Geschichte.

Die zu erwartenden Finanz-Dimensionen des neuen Gesamt-Vorhabens bezifferte Oppel indessen mit "schätzungsweise fünf bis sechs Millionen Euro". Getragen werden könnte solch ein Hotel-Projekt von einem Privat-Konsortium, bei dem die Stadt organisatorisch mit im Boot ist, so die derzeitigen Vorstellungen.

Die neuen Planungen der sogenannten Projekt-Steuerung, die von einem in Plauen ansässigen Büro ausgeführt werden, haben schon recht konkrete Formen angenommen. Einzig ein Investor fehlt. Für den würde man laut Oppel den Weg ebnen, entsprechende Fördergelder beantragen und als Vorleistungen einbringen und beim behördlichen Antragswesen begleiten. Die finanzielle Mitgift der Stadt wäre zudem bei diesem Geschäft das Grundstück, so Oppel.

Verbunden ist die Hotel-Idee noch mit einem charmanten Energie-Effizienz-Gedanken. Man möchte nämlich, so die Bestrebung , ein möglichst energiesparsames unabhängiges Hotel bauen. Neben Solarflächen auf dem Dach wäre auch das Nutzen von Wärmepumpen in Kombination mit dem angrenzenden Stadtteich denkbar.

"Möglichst einen in sich geschlossenen Energie-Kreislauf über ein angepasstes Blockheizkraftwerk herstellen und dabei vielleicht sogar sinnvolle energetische Nutz-Effekte im Zusammenklang mit der Therme für deren Gas-Verbrauch zu erzielen", bringt Oppel seine Visionen für solch ein Pilot-Projekt auf den Punkt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren