Fliegl Fahrzeugbau Triptis präsentiert Konstruktionen für die Ewigkeit

Triptis  Die Fliegl Fahrzeugbau GmbH aus Triptis präsentiert auf der IAA in Hannover ihre Innovationen Blitz-Verdeck und I-Lock

In dieser gefalteten Form zeigt sich das „Fliegl Blitz Verdeck“, das die Fliegl Fahrzeugbau GmbH auf der IAA vorstellen wird.

In dieser gefalteten Form zeigt sich das „Fliegl Blitz Verdeck“, das die Fliegl Fahrzeugbau GmbH auf der IAA vorstellen wird.

Foto: Sandra Hoffmann

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Mit zwei Innovationen wird die Fliegl Fahrzeugbau GmbH aus Triptis auf der 67. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover aufwarten. Das praktisch und stets lösungsorientiert denkende und wirkende Unternehmen stellt hier vom 20. bis 27. September der Öffentlichkeit seine neuen Raffinessen in Sachen Verdeck und Türverschluss vor, die langlebig sind und Zeitersparnis bringen. Einem ausgewählten Kreis an Medienvertretern sind die beiden Entwicklungen gestern Mittag anlässlich des 50. Geburtstages von Geschäftsführer Helmut Fliegl präsentiert worden.

„Wir Trailerproduzenten leben vom Trailergeschäft und nicht vom Verkauf von Ersatzteilen. Und wir denken, dass dies der richtige Weg ist, auch wenn er vielleicht uncool ist“, nannte Helmut Fliegl die Philosophie seines Unternehmens. Und dieser entsprechen die beiden Entwicklungen „Fliegl Blitz Verdeck“ und „Fliegl I-Lock“, die dazu auch auf Nachhaltigkeit angelegt sind.

So wird für das „Fliegl Blitz Verdeck“ komplett auf Plastik verzichtet. Es lässt sich zudem mit 25 Prozent weniger Kraftaufwand und damit schneller öffnen und schließen. Darüber hinaus bietet es einen Bierkasten beziehungsweise 36 Zentimeter mehr Dach-Öffnungsraum. „Sperrstangen sind leicht inte­grierbar“, erwähnte Bernhard Kärscher vom Vertrieb und Marketing des Triptiser Fahrzeugunternehmens ein weiteres Plus. Und auch ein Gurthebersystem zur Ladungssicherung sei gegeben. Seinen Namen hat das „Fliegl Blitz Verdeck“ im Übrigen in Anlehnung an das „Golde-Blitz-Verdeck“ erhalten. Im nahen Gera hatte Karl Traugott Golde im Jahr 1903 das erste Verdeck präsentiert und im Weiteren „den Fahrzeugverdeckbau als eine firmenspezifische Spezialität“ entwickelt, wie in der Geraer Chronik zu lesen ist.

Eine neue Besonderheit der Fliegl Fahrzeugbau GmbH ist außerdem der Türverschluss „Fliegl I-Lock“. Er ist zum Patent angemeldet und so gebaut, dass es keine Teile gibt, die beim Beladen des Anhängers geschützt werden müssen. Dadurch kann, etwa durch einen Gabelstapler, nichts beschädigt werden. „Der empfindlichste Teil am Trailer ist der Verschluss. Deshalb brauchen wir etwas, das nicht kaputt geht“, unterstrich Helmut Fliegl noch einmal den Ansatz für die Neuentwicklung, die aus weniger Teilen besteht.

Zahlreiche Einzellösungen sind in der Fliegl Fahrzeugbau GmbH in den 27 Jahren ihres Bestehens in Triptis entwickelt worden. Insgesamt kann sie auf mehr als 50 eingereichte Patente, von denen ein hoher Anteil gewährt worden sei, weit über 100 Innovationen und 50 000 produzierte Anhänger und Auflieger verweisen.

Ein Thema der Zukunft werde die Nutzlast von Fahrzeugen sein, schätzte Bernhard Kärscher ein. „Unsere Straßen und Brücken kommen an ihre Grenze. Wir haben in Deutschland keine Kultur des Wiegens. Aber das wird alles kommen, da bin ich mir sicher“, sagte er. Auch hier hat das Unternehmen Fliegl bereits vorgelegt mit Fahrzeugen, die 500 bis 1000 Kilogramm leichter sind als jene anderer Firmen. Möglich machen dies technische Lösungen wie Alu­mulden und konische Kipper. Um diese zu erarbeiten, hat der Triptiser Fahrzeugbauer bislang 18,7 Millionen Euro in ­modernste Produktion wie Schweißroboter und Laserschneiden investiert. „Für zwei Millionen Euro hatten wir Fördermittel beantragt, sie wurden uns nur teils genehmigt“, formulierte Helmut Fliegl einen Seitenhieb gegen die Wirtschaftsförderung. Denn Warten, bis die beantragten Mittel voll genehmigt werden – die Zeit habe er als Unternehmer nicht.

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