Flughafen Erfurt verliert Frachtflieger

Die Lufthansa-Tochter Time Matters nimmt Landeshauptstadt aus ihrem Netzwerk.

Blick auf den Eingangsbereich des Erfurter Flughafens. Foto: Tino Zippel

Blick auf den Eingangsbereich des Erfurter Flughafens. Foto: Tino Zippel

Foto: zgt

Gerade hatte sich die Vulkanasche verzogen und der Flugverkehr normalisiert, trifft den Erfurter Flughafen erneut eine schlechte Nachricht: Die Lufthansa-Tochter Time Matters entfernt Erfurt aus dem Flugprogramm.

„Wir nehmen Erfurt mit sofortiger Wirkung aus dem Netzwerk, da wichtige Kunden abgesprungen sind“, sagte Sprecherin Daniela Schneckenleitner der OTZ. Bislang war Time Matters jede Nacht in Erfurt gelandet, um Fracht aufzunehmen. Hierbei ging es zumeist um Spezialteile, die binnen kürzester Zeit am Zielort eintreffen müssen.

Flughafensprecher Jürgen Barthel zeigte sich gestern überrascht vom Rückzug, wollte keinen Kommentar abgeben. Fakt ist, dass dies einen herben Rückschlag für den Flughafen, der sich nur durch Landeszuschüsse trägt, bedeutet. So gehen Schätzungen zufolge allein Abfertigungsgebühren im oberen fünfstelligen Bereich pro Jahr verloren.

Bis dato hatte die Geschäftsführung immer den Frachtbereich als wichtiges Standbein bezeichnet – einer von zwei Partnern ist nun weggebrochen. Die größere Menge schlägt TNT Express um, die weiter nachts ihren Flieger in Erfurt füllen.

Bei den Passagieren verzeichnete man in den ersten Monaten ein Plus zum Vorjahr. Die Flugausfälle nach dem Vulkanausbruch trübten die Statistik.

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