Food-Trucks, neue Produkte, mehr Lagerkapazität: Große Pläne für Altenburger Liqueurfabrik

Altenburg  Die Liqueurfabrik erweitert das Sortiment und baut zusätzliche Standbeine auf. Deshalb muss auch die Lagerkapazität erweitert werden.

Das Altenburger Whisky-Land soll in wenigen Jahren in ganz Deutschland ein Begriff sein. Symbolfoto: Lukas Gojda

Das Altenburger Whisky-Land soll in wenigen Jahren in ganz Deutschland ein Begriff sein. Symbolfoto: Lukas Gojda

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Das Altenburger Whisky-Land soll in wenigen Jahren in ganz Deutschland ein Begriff sein.

Liebhaber des Getreidebrandes sollen damit sofort eine der besten Adressen in Sachen Whisky assoziieren. Das ist nur eine Entwicklung, die der neue Inhaber der Altenburger Destillerie- und Liqueurfabrik, Michael Schenk, für die Zukunft plant. Ein Flotte von Food-Trucks, Erlebnisgastronomie in der Destille, neue Produkte, ­sowohl alkoholische als auch alkoholfreie, und die Erweiterung der Massenproduktion gehören ebenfalls dazu.

Erste Verträge bereits unterzeichnet

Was Schenk vorhat, ist bereits weit gediehen. Erste Verträge, etwa mit einem der führenden Whisky-Experten der Republik, sind bereits unterzeichnet, und Handwerker bauen die Räumlichkeiten fürs Whisky-Land. Darüber hinaus wird dieser Tage der Aufbau einer komplett neuen Produktionsstrecke abgeschlossen, auf der fortan auch alkoholfreie Getränke hergestellt werden können. "Um den Standort zu erhalten, müssen wir uns auch Gedanken machen, was ist, wenn Alkohol nicht mehr so gefragt ist", sagt Schenk und stellt eine Art Zauber-Energie-Trank auf den Tisch, der mit dem Leipziger Professor Rudhard Klaus Müller entwickelt wurde. In einigen Monaten kommt das Getränk in den Handel, es wird zehnfach stärker sein als der Marktführer.

Alle diese Aktivitäten dienen laut Schenk dazu, die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens speziell hier am Standort in Altenburg zu sichern. Dazu gehört auch und in erster Linie die Massenproduktion, weil sie mit rund 90 Prozent das Hauptstandbein des Unternehmens ist. Um dem peniblen Preisdiktat der Handelsketten gerecht zu werden, bei dem bisweilen ein Zehntelcent über Erfolg oder Nichterfolg entscheidet, müsse die hiesige Produktionskapazität unbedingt voll ausgelastet werden, erklärt der Geschäftsführer. Beispielsweise könnte in drei Schichten gearbeitet werden. Jedoch bremsen momentan die Lagerkapazitäten die ­Produktion aus.

Es gebe nur vier Möglichkeiten, dem zu begegnen, erläutert Schenk: Entweder müsste Lagerfläche dazugemietet werden, das würde aber die Preise der Spirituosen erhöhen. Oder es werde die Produktion ins Ausland verlegt, etwa nach Polen, wo die Altenburger Destillerie bereits eine sehr große Liegenschaft besitzt.

Die Firma könnte drittens in ein anderes Bundesland wechseln, wo sie "mit offenen Armen empfangen wird", wie sich Schenk ausdrückt. Oder die ­Liqueurfabrik bekommt bestenfalls die Möglichkeit, in der Stadt zu expandieren, und zwar direkt neben dem Firmen­gelände "Am Anger".

Dort, aber auch nur dort, könnte die Produktion wirtschaftlich erweitert werden.

In etwa zwei bis drei Jahren sollte die notwendige Erweiterung nutzbar sein, um die Firma konkurrenzfähig zu halten. Möglichst schnell müssten sich die Verantwortlichen in der Stadt und dem Stadtrat entscheiden, ob sie die Altenburger ­Destillerie & Liqueurfabrik bei ihren Plänen unterstützen und damit die Firma am Standort halten wollen.

Auch um den Entscheidungsträgern den Entschluss leichter zu machen, hat Schenk noch ein Ass im Ärmel. In Verbindung mit dem derzeit geschlossenen Hotel Altenburg Hof will er die Destille als touristischen Magneten ausbauen.

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